ZENTRALBLATT FÜR PSYCHOANALYSE (Medizinische Monatsschrift für Seelenkunde). HERAUSGEBER: PROFESSOR Dr. SIGM. FREUD. Redakteure: Dr. Alfred Adler, Wien, II. Praterstrasse 42. :: Dr. Wilhelm Stekel, Wien, I. Gonzagagasse 21.

Verlag: J. F. BERGMANN Wiesbaden.

WIEN, am 2/VI 1911

Sehr geehrter Herr Professor!

Mittwoch nachmittags überreichte mir Herr Dr Stekel einen Brief unseres Verlegers, in welchem ich ersucht werde, von der Herausgabe des Zentralblattes zurückzutreten. Als Gründe für dieses Ansuchen waren wissenschaftliche Differenzen zwischen mir und Ihnen angegeben, von denen er einen Schaden für das Gedeihen des Blattes befürchtet. Gleichzeitig teilte er mir mit, dass er dieses Ansuchen deshalb an mich stelle, weil er Sie für das Blatt nicht entbehren könne.

Ich möchte nun, bevor ich eine endgültige Entschließung treffe, Ihre Äußerung abwarten. Insbesondere kommt für mich in Betracht, ob Sie, geehrter Herr Professor, diesen Rücktritt verlangen, da von dieser Äußerung meine Antwort [¿für?] an den Verleger abhängt. Bis dahin werde ich wohl genötigt sein, in meiner bisherigen Stellung weiter zu verbleiben und jede Entscheidung zu unterlassen.

Hochachtungsvoll

Dr Adler


Fuente: transcripción hecha para la Escuela Libre de Psicología Adleriana (2026) a partir de la imagen digital del manuscrito autógrafo: Library of Congress, Manuscript Division, Sigmund Freud Papers (MSS39990), General Correspondence, Box 15, carpeta «Adler, Alfred – To Freud, 1910-1911» (mss39990.01514), seq. 10 (imagen en materiales/1911/1911-06-02_Carta-Adler-a-Freud__loc/). Carta inédita; no hay transcripción en la Library of Congress ni en los materiales del archivo. Escrita en letra latina en papel con membrete del Zentralblatt für Psychoanalyse; la fecha va manuscrita en la línea impresa «WIEN, am … 191…». Convenciones de la transcripción: [¿…?] lectura dudosa; [ilegible] palabra no descifrada; … tachado; ‹…› añadido interlineal del autor. Los comentarios Bl. n del código marcan cada hoja del manuscrito; se conserva la ortografía de Adler (p. ej. «hiemit»). Las líneas de membrete van en cursiva.