Dr. med. ALFRED ADLER

Ordination von 2–3 Uhr. Telephon 17062.

WIEN II., Czerningasse Nr. 7.

Sehr geehrter Herr Professor!

Die von Ihnen gemachten Ausstellungen hatte ich leider auch schon bemerkt und habe bereits vor 3 Tagen an Bergmann geschrieben, er möge mir die letzten Korrekturen ‹(des IV. Heftes)› einsenden. Die Verteilung der Referate, derentwegen ich vor 2 Tagen [ilegible] und Dr Stekel verständigt habe, (Dr Stekel befindet sich bereits im Besitze einer Korrektur für das V. Heft), das [ilegible] in [ilegible] und das quer-gestellte n in „Janet“ fallen mir wohl kaum zur Last. Das Bedauerlichste ist mir wohl das „Le“. Meine Kenntnisse des Französischen und Englischen sind

nicht groß. Immerhin hätte ich es nicht übersehen müssen. Diesmal hat [¿Heller?] die Korrektur nicht erhalten können, sonst wäre der Fehler unterblieben.

Es ist mir klar, dass ich heute als Redakteur noch durchaus nichts Vollkommenes leiste. Vielleicht wird dieser Mangel sich durch Übung beheben lassen.

Ich möchte diesen Brief nicht schließen, ohne Ihnen, sehr geehrter Herr Professor, mitgeteilt zu haben, dass ich beabsichtige, durch eine ausführliche Schilderung und Besprechung der gegenwärtigen Situation im Einverständnis mit Ihnen und Dr. Stekel einen Modus vivendi für mich herbeizuführen. Ich [¿werde?] dies schriftlich tun und hoffe zu diesem Modus gelangen zu können.

Ihr ergebener

Dr Adler

15/II 1911


Fuente: transcripción hecha para la Escuela Libre de Psicología Adleriana (2026) a partir de las imágenes digitales del manuscrito autógrafo: Library of Congress, Manuscript Division, Sigmund Freud Papers (MSS39990), General Correspondence, Box 15, carpeta «Adler, Alfred – To Freud, 1910-1911» (mss39990.01514), seq. 8-9 (imágenes en materiales/1911/1911-02-15_Carta-Adler-a-Freud__loc/). Carta inédita; no hay transcripción en la Library of Congress ni en los materiales del archivo. Escrita en letra latina en un pliego doble: la carta empieza en la primera cara y continúa en la tercera; la segunda y la cuarta están en blanco. La fecha (15/II 1911) se lee con seguridad. Convenciones de la transcripción: [¿…?] lectura dudosa; [ilegible] palabra no descifrada; … tachado; ‹…› añadido interlineal del autor. Los comentarios Bl. n del código marcan cada hoja del manuscrito; se conserva la ortografía de Adler (p. ej. «hiemit»). Las líneas de membrete van en cursiva.