Mit einer erwachsenen Generation ist nie viel zu machen, in körperlichen Dingen wie in geistigen, in Dingen des Geschmacks wie des Charakters. Seid aber klug und fangt bei der Jugend an und es wird gehen.
J. W. v. Goethe.
Das arbeitende Kind.
Ein gütiges Geschick der Natur verlieh dem Kinde als schönstes Unterpfand seines Lebenslenzes die Freude und das Spiel. Sein Bewegungstrieb verlangt nach Freiheit und Ungebundenheit, sein Betätigungsdrang spornt zu Taten an. Die Heiterkeit seines Gemüts breitet über alles den Sonnenglanz einer köstlichen Naivität und die quellende Phantasie streut ihm bunte, zauberische Farben auf den Weg. Glücklich zu sein ist die Bestimmung der Jugend. Und wie glücklich war die Jugend früherer Zeit!
Dem Schoße geordneter und geschlossener Familienverhältnisse erwachsen, genoß sie — zumeist auf eigenem Grund und Boden — das Glück der Ungebundenheit und hatte den Raum, sich auszuleben, hatte Wald und Feld, Wasser, Berge und Tiere. Sie konnte Bäume erklettern, das Dickicht durchstreifen, im Geklüft Entdeckungsreisen machen, in Bächen waten und fischen, auf Stoppelfeldern Drachen steigen lassen, in Flüssen baden, auf Wiesen im Heu Purzelbäume schlagen und in Höhlen die Romantik eines Räuberlagers oder einer Robinsonade erleben. Die Blumen am Bache wie die Vögel in der Luft, das Getier im Tümpel wie das Labyrinth eines Steinbruchs, das Leben des Landmanns, des Hirten, des Jägers, die Mühle und der Müller — alles war ihr vertraut. Der Geflügelhof hatte für sie ebensowenig Geheimnisse, wie der Backofen oder die Weinkelter; sie kannte die Hamsterjagd wie die Spinnstube, das Erntefest wie die Rodelbahn — überall war ihr Sinn, ihr Auge, ihre Seele beteiligt. Und überall atmete sie Freiheit, Freude und Glück.
Da kam der Kapitalismus mit hastenden Menschen, dampfenden Schloten, rasselnden Maschinen und einem Heißhunger nach Kinderarbeitskraft. Da war es mit Freiheit, Freude und Glück der Jugend vorbei.
Das Kind von heute — das Kind der arbeitenden Massen — hat keine Jugend mehr. Es erlebt nichts mehr in Umwelt und Natur. Den Wald hat die Industrie gefressen; auf Wiesen dehnen sich trostlose Schutthalden, in den Bächen und Flüssen treiben die giftigen und übelriechenden Abwässer der Fabriken. Ein Stück Romantik nach dem andern ist verschwunden. Der Vater schafft irgendwo; was er arbeitet, wer weiß es? Das Kind kann ihm nicht mehr zusehen wie früher und mit kleinen Handreichungen sich ihm nützlich machen. Auch die Mutter steht irgendwo in einer Fabrik und webt oder spinnt oder klebt oder falzt. Saat und Ernte gehen vorüber und das Kind weiß nichts davon; kein Sensendengeln, kein Dreschschlag auf der Tenne klingt durch seine Jugend. Wie Brot gebacken, Butter bereitet, Flachs gesponnen und Leinwand gewebt wird — das ist ihm alles fremd. Auf Treppen und Höfen darf es nicht spielen, weil der Hauswirt schilt. In der eigenen Wohnung ist es kalt und leer. Auf der Straße ist die Polizei hinter ihm her. „Es geht in die Schule, und da hat es keinen Garten. Es geht in die öffentlichen Gärten und da hat es keine Spielplätze. Es geht in sein Haus zurück, und das ist ein trostloses Mietshaus. Da sind enge Zimmer und dunkle Gänge. Da hängt ein winziges Himmelsstück über einem kleinen offenen Raume, den man Hof oder Garten nennt. Da sind rechts und links, oben und unten Menschen, die bei jedem Laut des Kindes zusammenzucken und Ruhe, Ruhe! schreien. Weil sie selber müde und unlustig sind. Und weil sie vergessen haben, was sie selber als Kind gebraucht haben!“
Das Kind von heute spielt nicht mehr. Es kann und darf nicht mehr spielen. Die Armut ist zum Arbeiten da! So muß das arme Kind arbeiten, schaffen, verdienen! In dumpfen Werkstätten und düsteren Kammern. Beim Viehhüten und auf Rübenäckern. Treppauf, treppab jagend, keuchend, schwitzend, unter Lasten gebeugt, mit dem dampfenden Atem der Erschöpfung. Oder mit der bleiernen Stumpfsinnigkeit einer grausamen Arbeitsmonotonie, die Individualitäten und Seelen mordet. Immer unter der Peitsche einer unerbittlichen Pflicht.
Das arbeitende Kind hat das spielende Kind abgelöst. Gehört diesem die Vergangenheit, so steht der Lohnproletar von acht, zehn, zwölf Jahren mitten in der Gegenwart. Und diese Gegenwart ist furchtbar, ist schauerlich. Sie schreibt das Schicksal des proletarischen Kindes mit blutigen Lettern. Sie bedeckt seinen Rücken mit Striemen und seine Hände mit Schwielen. Sie kettet es bis zur Erschöpfung vor den Karren der Tagesfron; sie spannt auch die schwächsten und abgetriebensten der Unmündigen grausam vor den Pflug …
Das Gewissen unserer Zeit steht noch immer ungerührt und unerschüttert der brennenden Kulturschande der Kindererwerbsarbeit gegenüber. Die breite Oeffentlichkeit will noch immer ihr Auge nicht öffnen, um die Abgründe des Verderbens zu erkennen, die das Kapitel von der Kindererwerbsarbeit aufgähnen läßt.
Die Berufszählung von 1895 hatte ergeben, daß im Deutschen Reiche 45 375 Kinder in Gewerbe, Handel und Verkehr erwerbstätig waren. Als drei Jahre später eine Enquete über den Umfang der Erwerbstätigkeit schulpflichtiger Kinder aufgenommen wurde, stellte sich das Heer der jugendlichen Lohnproletarier als fast zwölfmal so groß heraus, wie die 1895 ermittelte Zahl, denn es wurden 532 283 im Gewerbe, Handel und Verkehr erwerbstätige Kinder gezählt. Das waren 6,53 Prozent aller Kinder. Eine um dieselbe Zeit vorgenommene Statistik der Lehrerschaft stellte für Großstädte 10 bis 13 Prozent erwerbstätige Knaben und 6 bis 9 Proz. Mädchen fest, für ausgesprochene Industriestädte 30 bis 50 Prozent, ja für Industriedörfer bis zu 80 Prozent.
Das Kinderschutzgesetz vom 30. März 1903 hat nun gewiß die Erwerbstätigkeit der Kinder, wenigstens im Gewerbe, Handel und Verkehr, etwas eingeschränkt, aber noch immer fronden Hunderttausende im Sklavenjoche. So waren 1910 insgesamt 12 870 (gegen 1909: 11 545) Kinder in Fabriken bezw. der Gewerbeaufsicht unterstellten Betrieben tätig. Die Berliner Kinderschutzkommission ermittelte an einem Stichtage in kaum drei Stunden 3595 Kinder, die erwerbstätig waren, und zwar 1363 mit Zeitungs-, 1067 mit Backwaren- und 1165 mit Milchaustragen; sämtlich vor Beginn des Schulunterrichts. Die vom Kinderschutzgesetz gewährten Schutzgarantien sind so lückenhaft und unzureichend, daß noch immer zehnjährige Kinder zehn Stunden des Tages gewerblich ausgebeutet werden können.
Die in der Landwirtschaft wie im Gesindedienst tätigen Kinder genießen überhaupt keinen Schutz. Hier wurden 1895 bei der Berufszählung 135 125 und 39 501 erwerbstätige Kinder festgestellt. Erinnert man sich aber, daß die Zahl der im Gewerbe, Handel und Verkehr tätigen Kinder schließlich zwölfmal so groß war, als die Angaben der Berufszählung lauteten, und nimmt man für die in der Landwirtschaft und im Gesindedienst tätigen Kinder ein nur annähernd gleiches Verhältnis an, so muß es in der Landwirtschaft rund zwei Millionen ausgebeuteter Kinder — ohne die eigenen Kinder — geben. In der Tat schätzte auch Dr. Anton Retzbach schon 1902 im „Oberrh. Pastorenblatt“ die Zahl der landwirtschaftlich beschäftigten Kinder so hoch.
Am 15. November 1904 ist eine Erhebung über die Kinderarbeit in Landwirtschaft und Haushalt veranstaltet worden, entsprechend einem Beschluß des Bundesrats vom 23. Juni 1904. Das Ergebnis hat bisher nur Bayern veröffentlicht. Es ist entsetzlich: Von den 943 904 schulpflichtigen Kindern bei siebenjähriger Schulpflicht sind 100 500 in der Landwirtschaft und 45 992 in häuslichen Diensten gegen Lohn tätig. Mehr als 45 000 von ihnen sind noch nicht zehn Jahre alt. Dabei sind die eigenen Kinder, wie die im Alter von 13 bis 14 Jahren nicht mitgezählt; von ihnen sind 26 954 im Hütedienst, 34 076 beim Kartoffelernten, 32 586 beim Traubenlesen und Hopfenpflücken tätig. Im Sommer haben 16 000, im Winter 1000 Kinder 4 bis 13 Wochen, reichlich 9000 im Sommer und 2500 im Winter 13 bis 26 Wochen, und 10 000 über 26 Wochen gegen Lohn gearbeitet. In Preußen liegen die Verhältnisse sicherlich nicht besser, eher schlimmer; daher zögert auch die Regierung seit Jahr und Tag, das Dokument preußisch-deutscher Kulturschmach der Oeffentlichkeit zu übergeben.
Ungeheuerlich sind die Verwüstungen, die die ausbeuterische Profitgier unter der Jugend des Proletariats anrichtet. „Die Aussaugung der Lebenssäfte aus diesen wehrlosesten Geschöpfen, die Vernichtung der Lebensfreude gleich an der Schwelle des Lebens, die Verzehrung der Saat der Menschheit schon auf den Halmen — das ist mehr als alles, was die furchtbare Herrschaft des Kapitals an der Gegenwart sündigt, das sind auch noch Eingriffe mit mörderischer Hand in die Zukunft.“ Darum muß es einer der stärksten Impulse im Befreiungskampfe des Proletariats und einer unserer lieblichsten Hoffnungsträume sein: aus dem geplagten, ausgebeuteten Kinde von heute wieder ein spielendes, lachendes Kind zu machen, der Jugend ihre Jugend wieder zu erobern.
Zugvögel.
Die Armut allein macht den Proletarier nicht aus. Auch Bauern, Handwerker, Künstler und Gelehrte sind oft arm, bettelarm, ohne Proletarier im hergebrachten Sinne des Wortes zu sein. Was den sozialen Charakter des Proletariers bestimmt, ist im wesentlichen dreierlei: daß er ausschließlich vom Verkauf seiner Arbeitskraft leben muß, daß er keine Aussicht hat auf wirtschaftliche Selbständigkeit und Unabhängigkeit, und daß er infolge der Unsicherheit seiner Existenz nie zur Seßhaftigkeit gelangt. Diese drei Momente, sämtlich bedingt durch den Umstand, daß die Produktionsmittel nicht mehr Privateigentum der Produzenten sind, stempeln das Proletariat ökonomisch und sozial zu einer besonderen Klasse und erzeugen in ihm auch psychische Stimmungen, die den besitzenden Schichten fremd und unverständlich sind. Für die Erziehung des proletarischen Nachwuchses ist besonders das letztere der drei angeführten Merkmale verhängnisvoll: der Mangel an Seßhaftigkeit.
Die Entwickelung der Industrie und der Bedarf an Arbeitskräften in Industriegebieten, Freizügigkeit und Gewerbefreiheit, die Vervollkommnung der Verkehrsmittel, besonders der Ausbau des Eisenbahnwesens, dazu eine ungesunde Boden- und Grundstücksspekulation, der Mangel an Kleinbauernland, die elenden Wohnungsverhältnisse, der Wechsel der Konjunkturen, Streiks, Krisen, Aussperrungen, Maßregelungen usw. haben bewirkt, daß ein großer Teil des Volkes mehr oder weniger schollenlos, wurzellocker, unstet geworden ist und sich ewig auf der Wanderschaft befindet. Man hat berechnet, daß jährlich etwa vier Millionen Menschen ihren Wohnsitz wechseln. Das statistische Landesamt Bayerns stellte durch eine Untersuchung fest, daß von der 1900 in Bayern gezählten und hier auch gebürtigen Bevölkerung, die 5 870 000 Menschen umfaßte, rund 2 800 000 (mehr als 40 Prozent) außerhalb ihrer Geburtsgemeinde wohnten. Aus den Bezirksämtern waren 43,6 Proz. der Münchner und 39,6 Proz. der Nürnberger Bewohnerschaft eingewandert; die ortsgebürtige Bevölkerung betrug in München 36,1 Proz., in Nürnberg 44,2 Prozent. In der Zeit von 1885 bis 1905 sind aus den 12 ländlichen Kreisen des Regierungsbezirks Wiesbaden 61 493 Menschen mehr aus- als eingewandert. Von der Einwohnerschaft Wiesbadens stammten 29 423 aus der Provinz Hessen-Nassau. In der Provinz Pommern sind in den Jahren 1895 bis 1900 aus den ländlichen Kreisen 92 600 Menschen abgewandert; von 1900 bis 1905 rund 62 300, in zehn Jahren also 155 000. Wo sind sie hin? In die Großstädte und Industriegebiete; wuchs doch Berlin in zehn Jahren um fast eine halbe Million ohne die Vororte, Gelsenkirchen in fünf Jahren um ca. 150 000 usw. Aus 460 ländlichen Kreisen Preußens sind in der Zeit von 1900 bis 1905 über drei Millionen Menschen abgewandert, fast alle nach dem Westen. Im Regierungsbezirk Münster stammen nahezu 50 Proz., in Düsseldorf fast 60 Proz. aller Bergleute aus dem Osten Deutschlands oder dem Auslande. Im Potsdamer Kreise sind von je 1000 Menschen heimatgebürtig 321, in den Bezirken Stralsund 362, Gumbinnen 386, Bromberg 394, Königsberg 409, Marienwerder 426, Danzig 445. Unablässig treibt eine ungeheure Völkerwanderung Wogen und Wellen erwerbender, arbeitsuchender, heimatloser Menschen hin und her. Der Proletarier hat keine Heimat, kein Vaterland und Vaterhaus, wo er wurzelte mit seinem ganzen Sein, wo seine Gedanken und Erinnerungen sich immer wieder zusammenfinden könnten. Soll er Pommern oder Westfalen, Ostpreußen oder Sachsen als seine Heimat bezeichnen? „Soll er sich heimisch fühlen in der öden Vorstadtstraße, vier Treppen hoch, im Hof? Oder in einer rauchigen, stickigen Industriestadt, in die ihn der Kapitalismus mit einem ganzen Haufen seinesgleichen wahllos zusammengepfercht hat oder zusammengeworfen wie einen Haufen Chausseesteine? Ist eine Stube, in der eine ganze Familie, Wand an Wand mit hunderten anderen Familien haust, eine Heimat? Und doch lehrt uns die Wohnungsstatistik, daß die Hälfte der großstädtischen Bevölkerung und mehr, also gewiß drei Viertel der Lohnarbeiterschaft, nicht mehr als einen Wohnraum zu ihrer Verfügung hat. Und selbst diesen Kubus, der kaum noch den Namen Wohnung verdient, dessen Enge und Oede und Fülle alle Gedanken an Wohnlichkeit, an Behaglichkeit, an Traulichkeit ausschließen, in dem nicht ein paar Blumentöpfe Platz haben die das Auge erfreuen, selbst diesen Kubus hat der Proletarier nie für lange Zeit inne. Vielmehr zieht er beständig aus einer Wohnung in die andere, sei es, daß er seine Arbeitsstätte gewechselt, sei es, weil er sich mit dem Hauswirt gezankt hat. Und wie er von Stube zu Stube innerhalb desselben Wohnortes zieht, so auch von Stadt zu Stadt, von Land zu Land, wohin ihn gerade die Konjunktur, der Arbeiter heischende Kapitalismus ruft.“ (Sombart.)
Wie das moderne Zugvogeltum auf die Jugend wirkt, hat Lehrer Weiskopf in Fürth durch eine Statistik festzuhalten und darzustellen versucht. In seiner von 45 Knaben besuchten Schulklasse wechselten innerhalb vier Schuljahren die Wohnung 11 Schüler einmal, 12 Schüler zweimal, 9 Schüler dreimal, 9 Schüler viermal, je 1 Schüler sechs-, sieben-, acht- und zwölfmal. Von 60 Kindern im ersten Schuljahr waren Ende des vierten Schul-
jahres nur noch 30 in der gleichen Klasse im gleichen Schulhaus. In den Oberklassen der Fürther Schulen waren kaum 6—10 Schüler, die während ihres siebenjährigen Schulbesuchs nicht umgezogen waren. In anderen Städten liegen die Verhältnisse teilweise noch ungünstiger. So wohnten| im Geburtshaus | im Vaterhaus | ||
|---|---|---|---|
| in Leipzig | 2,3 % | Schüler | 2,3 % |
| „ Breslau | 12 % | „ | 2,3 % |
| „ Gotha (Bezirksschule) | 11,1 % | „ | 14,7 % |
| „ „ (Bürgerschule) | 17,2 % | „ | 31,0 % |
| „ „ (Durchschnitt) | 13 % | „ | 19,9 % |
Seit Eintritt in die Schule waren in Gotha von 1996 Schülern 612 (30 Proz.) nicht umgezogen; dagegen 458 Schüler einmal, 318 zweimal, 231 dreimal, 119 viermal, 64 fünfmal, 25 sechsmal, 20 siebenmal, 5 achtmal, 2 neunmal, 4 zehnmal und öfter. Ein Schüler des 5. Schuljahres hatte es in vier Jahren auf 12 Umzüge gebracht. Muthesius (Weimar) veranstaltete eine Umfrage, die sich auf 8500 Volksschüler der oberen Schuljahre in einem ländlichen Bezirk mit 69 Schulorten und in den Städten Weimar, Apolda, Jena und Ilmenau erstreckte. Danach wohnten
| im Geburtshaus | im Vaterhaus | in derselb. Wohnung | in verschied. Wohnungen | |
|---|---|---|---|---|
| auf dem Lande | 65 % | 77 % | 76 % | 8 % |
| in der Stadt | 14 % | 26 % | 37 % | 35 % |
In einem auf dem Thüringer Wald gelegenen Bezirke, wo neben Land- und Forstwirtschaft auch Industrie betrieben wird, wohnten
| im Geburtshaus | im Vaterhaus | in derselb. Wohnung | in verschied. Wohnungen |
|---|---|---|---|
| 43 % | 67 % | 65 % | 17 % |
Interessant ist ein Vergleich zwischen den Kindern der ersten und zweiten Bürgerschule in Weimar, also sozial besser gestellten und minderbemittelten Schichten, und weiter zwischen den Kindern Weimars, einer Kleinstadt mit ländlichem Einschlag, und den Kindern des rheinischen Industrieortes Hamborn, der sich in kaum zwei Jahrzehnten von 1000 Einwohnern auf 100 000 entwickelt hat. Es wohnten in
| im Geburtshaus | im Vaterhaus | in derselb. Wohnung | in verschied. Wohnungen | |
|---|---|---|---|---|
| Weimar I | 15 % | 32 % | 43 % | 30 % |
| „ II | 11 % | 14 % | 33 % | 40 % |
| Hamborn | 7 % | 7 % | 29 % | 47 % |
Je stärker die Industrialisierung der Gegend und die Proletarisierung der Bevölkerung, desto auffälliger das Zigeunertum unter der Arbeiterschaft. Hamborn ist typisch für die Zugvogel-Unruhe des modernen Proletariats.
Ein Kind, das unter solchen Verhältnissen aufwächst, kann nie zu einem soliden und geschlossenen Besitzstande sicherer und gefestigter Vorstellungen gelangen. Schon der ewige Wechsel der Lehrer, Schulbücher, Lehrpläne, Methoden, Lernmittel und Lerngewohnheiten läßt dies nicht zu. Kaum ist das Kind warm geworden, hat sich eingelebt, mit dem Milieu vertraut gemacht und geistig Fühlung gewonnen, so muß es schon wieder sein Bündel schnüren. Heimat und Vaterhaus sind ihm leere Begriffe, inhaltlose Vokabeln. Der ganze Komplex von Empfindungen und Gefühlen, die diese Begriffe auszulösen vermögen, ist ihm unbekannt. Auch sonst fehlen ihm zahllose Anschauungsbilder und Vorstellungsinhalte, die der Unterricht aus der Betrachtung der heimatlichen Natur oder Umgebung zu gewinnen pflegt. Und keiner der sittlichen Impulse, wie sie sonst aus dem innigen Verhältnis zwischen Mensch und Heimat entspringen, macht sich bei ihm geltend. So fehlen dem Unterricht wichtige Vorstellungen, die er für die intellektuelle Bildung braucht, und bestimmte Gefühlswerte, die die bürgerliche Erziehung beim Schulkinde voraussetzt. Das proletarische Kind ist durch sein Zugvogel-Dasein zu einer geistigen und seelischen Heimatlosigkeit gelangt. Anders als sonst in Menschenköpfen und Herzen malt sich in ihm die Welt. Und der Mangel an Heimatgefühl und Heimatsinn erschwert und beeinträchtigt, was gerade dem proletarischen Kinde so wertvoll wäre, die soziale Erziehung. Vaterland, Familie, Heimat, Vaterhaus — — —
Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert
Je der Beladenen?
Hast du die Tränen gestillet
Je der Geängsteten? — — —
Vom Sprechenlernen der Kinder.
Die Sprache ist das wichtigste Hilfsmittel für die höhere geistige Entwickelung des Menschen. Wichtiger als das Auge und die Hand. „Das Gehör,“ sagt schon Aristoteles, „trägt am meisten zum Nachdenken bei. Darum ist auch der Blinde aufgeweckter als der Stumme und Taube.“ Die Sprache prägt in Wortbildern knapp und verständlich Wesen und Inhalt der Begriffe aus, überliefert damit eine Summe fester Begriffe als vererbbaren Besitzstand der Kultur, vermittelt die Resultate geistigen Schaffens vieler Generationen, ja Jahrhunderte, und belebt, erleichtert, bereichert den geistigen Verkehr von Mensch zu Mensch.
In der Sprachentwickelung des Kindes, die ein verkleinertes Abbild der Sprachentwickelung des Menschengeschlechts darstellt, steckt ein gewaltiges Maß schöpferischer Betätigung. Schon lange bevor das Kind im eigentlichen Sinne zu sprechen beginnt, schafft es die phonetischen Vorbedingungen hierfür, indem es Laute hervorbringt. Mit dem bekannten „ersten Schrei“, der einem lebhaften Schmerz-, Frost- und Hungergefühl entspringt, tritt das Kind ins Leben. Schon in der ersten Woche erweitert sich der Gebrauch dieser Schreilaute, indem diese allgemeine Unlustempfindungen in zahlreichen Nüancierungen und Skalen zum Ausdruck bringen und sich gelegentlich zum Wutschrei steigern. Allmählich werden auch schwächere Gefühle von Lauten begleitet, in leisen Anfängen schon Lustgefühle. Der Lautschatz vermehrt sich um halbartikulierte Lautbildungen; Aeußerungen des Behagens treten immer deutlicher auf. Zum vergnügten Strampeln mit Füßen und Händezappeln gesellt sich das Spiel mit den Sprechwerkzeugen, die jetzt entdeckt werden. Der zunehmende Reichtum an Gemütsstimmungen tut sich — noch immer unwillkürlich und unbewußt — in einem Lallen, Schmatzen, Schnalzen und Krähen kund. Das Spiel wird immer munterer und formenreicher, eine Unmenge undefinierbarer Laute sprudelt aus dem kleinen Munde hervor, meistens erzeugt durch die Lippen und vorderen Zungenteile, denen die Saugtätigkeit die erforderlichen Vorübungen vermittelte. Bald treten die charakteristischen Wiederholungen der Laute auf. Es ergeben sich Lautreihen wie la — la — la — la oder da — da — da — da. Eines Tages treten neue hinzu: ba — ba — ba — ba und ma — ma — ma — ma. Das ist die Zeit, in der die glückliche Mutter freudestrahlend verkündet, das Kind habe Mama und Papa gesagt. Gleichwohl handelt es sich auch jetzt noch nicht um wirkliches Sprechen; die Eltern nehmen die Lippenlaute nur als Kosenamen an und legen ihnen eine Bedeutung unter, deren sich das Kind noch gar nicht bewußt ist. Merkwürdigerweise begegnet man dieser schönen Selbsttäuschung der Eltern in fast allen Sprachen der Welt. Indem nun die Umgebung des Kindes das beliebte „Papa“ und „Mama“ oft wiederholt und vorspricht unter Gesten und Verdeutlichungen, die eine Beziehung zwischen Wort und Sache, Name und Person erkennen lassen, beginnt das Kind schließlich, das Wort bewußt zu gebrauchen, und zwar wie die Suggestion es lehrte, mit Bezug auf bestimmte Personen seiner Umwelt. Das Verständnis der Wörter entwickelt sich bei Kindern mit normaler Geistesveranlagung sehr schnell und anscheinend mühelos. Bei schweren Wörtern eilt es oft der Sprechtechnik voran. Frühes oder spätes Sprechenlernen sind an sich kein Maßstab für die Beurteilung des Intelligenzniveaus. Sie hängen auf dieser Stufe der kindlichen Entwicklung zu viel mit dem Nachahmungstrieb zusammen, so daß die Mädchen, deren Nachahmungstrieb im allgemeinen stärker entwickelt zu sein pflegt, meist rascher sprechen lernen als die Knaben, wie sie ja auch später noch eine größere Sprechgeläufigkeit und Zungenfertigkeit an den Tag legen als das andere Geschlecht. Bei einem Mädchen, dessen erste bewußte Sprachlaute genau in den zwölften Monat fielen, zählte Prof. Wundt im neunzehnten Monat schon 66 Wörter, im zwanzigsten schon 78. Prof. Stern zählte bei seiner Tochter im zwanzigsten Monat gar 118, im dreiundzwanzigsten 275 sinnvoll gesprochene Wörter. Das ist eine gewaltige Leistung in Anbetracht der Schwierigkeiten, die einem Erwachsenen die Erlernung einer fremden Sprache bietet, und in Anbetracht des Umstandes, daß der Deutsche im gewöhnlichen Verkehr mit etwa 2000 Worten seiner Muttersprache, unter Umständen schon mit viel weniger, bequem auszukommen vermag.
Besonders charakteristisch für die Kindersprache ist die meist durch Lautverdoppelung bewirkte Wortmalerei, die bestimmte Lebensvorgänge wie Geräusche, Bewegungen, Tierlaute usw. anschaulich wiederzugeben versucht. Es entstehen so Wörter wie Wau-wau, Bim-bim, Mumm-mumm, Tapp-tapp usw., die zunächst als Produkte des kindlichen Schaffens und Vorstufen höherer Sprechformen ihre Berechtigung haben, aber doch hemmend wirken können, sofern sie über ihre Zeit hinaus vom Kinde noch beibehalten werden. Wie die Amme hat auch die Ammensprache, sobald sie entbehrlich ist, aus dem Kindesleben zu verschwinden.
Die beste Erziehung zu einer guten Sprache wird nicht geübt durch Mäkeln und Ermahnen, auch nicht dadurch, daß man eigenartige oder unbeholfene Wort- oder Satzbildungen des Kindes belächelt, sondern lediglich durch ein gutes Vorbild. Sprich selbst klar, laut, sinnvoll und richtig, und dein Kind wird als das treue Abbild deines Wesens dasselbe tun. Wenn Arbeitereltern bisher der Sprech- und Ausdrucksweise des Kindes und seiner sprachlichen Entwicklung überhaupt wenig Aufmerksamkeit und Pflege gewidmet haben, so mag dies aus den Verhältnissen heraus — der mangelnden Zeit, dem mangelnden Verständnis und der mangelnden erziehlichen Disposition — zwar verständlich, um deswillen aber nicht minder bedauerlich sein. Die Nichtachtung und das Linksliegenlassen rächen sich mit der Verkümmerung und Erschwerung der sprachlich-intellektuellen Erkenntnis und der damit bedingten Beeinträchtigung der Geistesentwicklung des Kindes.
Wie es immer und überall in der Erziehung gilt, Selbsttätigkeit und Vertrauen zu sich selbst zu wecken, ist auch bei der sprachlichen Erziehung die Hauptsache, daß das Kind zu seiner Sprechfähigkeit Vertrauen hat und sich selber zu höherer Vervollkommnung durch unablässige Uebung schult. „Eine wohlklingende, gewandte und richtige Sprache ist“, wie Herder sagt, „ein Geleitschein für das ganze Leben.“ Und für den angehenden Klassenkämpfer eine Waffe im Gefecht der Meinungen von unschätzbarem Werte.
Umgang mit Kindern.
Biete ein gutes Vorbild! Der Nachahmungstrieb gehört zu den stärksten Faktoren der Erziehung. Was das Kind beobachtet und erlebt, sucht es nachzuäffen und nachzuahmen. Dabei hat es ein besonders scharfes Auge für Unarten und ein gutes Gedächtnis für Verbotenes. Wie ja immer das Unerlaubte reizvoller ist und lieber getan wird als das Erlaubte. Eines Tages hören wir beim Kinde ein häßliches Wort oder bemerken eine garstige Handlung — unwillkürlich fragen wir uns: Woher hat das Kind diese Dinge? Gehen wir der Sache auf den Grund, siehe da, dann entdecken wir nicht selten zu unserer Ueberraschung, daß wir selbst es waren, die dem Kinde ein schlechtes Vorbild geboten hatten. Gottverdammich! sagt der Vater, indem er seiner ärgerlichen Stimmung Luft macht — Gottverdammich! tönt bei nächster Gelegenheit das Echo aus dem Munde des Kindes zurück, und der Vater ist entsetzt. Mit Betrübnis macht eines Tages die Mutter die schmerzliche Erfahrung, daß das Kind, dessen ganzes Vertrauen sie zu besitzen glaubte, Heimlichkeiten vor ihr hat; sie denkt aber nicht daran, daß sie selbst — durch ihre Heimlichkeiten dem Gatten gegenüber — das Kind dazu erzog. So wird die Seele des Kindes zu einem Spiegel für uns, der uns mahnt: Erkenne dich selbst! Prüfe die Güte deines erzieherischen Vorbildes! Erziehe dich! Dein eigenes Wesen und Tun ist die stärkste Macht in der Erziehung deiner Kinder. Wenn die Menschen erzogen wären — mit Goethe zu sagen — sie könnten erzogene Kinder gebären.
Wie Nesthäkchen der Vater war. Bei einer befreundeten Familie war ich zu Gaste. Wir waren sechs Personen zu Tische, wodurch die gewohnte Tischordnung verschoben wurde. Auf des Vaters Platze saß Nesthäkchen, ein munterer Guckindiewelt mit Schelmaugen.
Der Vater, etwas nervös, hatte die Gewohnheit, beim Sprechen immerfort mit dem Kneifer zu hantieren. Bald setzte er ihn auf die Nase, bald nahm er ihn herunter. Dabei zwinkerte er mit dem linken Auge und zog den Mundwinkel nach dem Ohr. Man hätte nicht sagen können, daß sein Gesicht dadurch gewonnen hätte; aber niemand hatte ihn bisher darauf aufmerksam gemacht. Die Gattin nicht — aus Güte und verstehender Rücksicht; die Kinder nicht, weil sie es nicht wagten.
Bei Tische nun fiel mir auf, daß die Kleine plötzlich zu schielen begann, die Augen zusammenkniff und schließlich mit Eifer Gesichter schnitt. Bald traf sie ein verweilender Blick der Mutter. Das half nichts; auch ein kurzer halblauter Zuruf war erfolglos.
„Na, was soll das heißen?“ fragte endlich streng die Mutter. „Was sind das für Grimassen bei Tisch?“
Da schaute der kleine Schalk der Mutter keck ins Gesicht und erklärte mit dem Brusttone der Ueberzeugung: „Ich bin doch heute der Vadder!“
Wir lachten hellauf, die Mutter nicht ohne peinliche Verlegenheit. Auch der Vater besaß Humor genug, die kleine Lektion mit Heiterkeit zu quittieren.
Das Gesichterschneiden hat er sich daraufhin abgewöhnt.
Woher er's hat. Ein alter, aber guter Witz, der in drastischer Weise die Macht eines schlechten Vorbildes beleuchtet, mag in diesem Zusammenhange ausgegraben sein:
Ein Hauslehrer beklagt sich über die schlechte Gewohnheit seines Schülers, bei jeder Gelegenheit häßliche Schimpfworte zu gebrauchen.
Vater: Was sagt er denn?
Hauslehrer: Am meisten pflegt er zu sagen: „Das Aas!“
Vater: Das ist unerhört! Ich möchte bloß wissen, woher das Aas diese Redensarten hat! …
Tatsachen.
Bei einer Untersuchung von 150 Kindern der Schule in Kötzschenbroda bei Dresden, einem jener lieblichen Villenorte bei Lößnitz, konstatierte Dr. Kubies, daß 48 Proz. der Kinder tuberkulos erkrankt waren; also fast jedes zweite Kind trug bereits den Tuberkelbazillus in sich. Im Bezirksausschuß war man über dieses Ergebnis geradezu konsterniert, weil Kötzschenbroda noch lange nicht die schlechten sanitären und hygienischen Verhältnisse aufweist wie andere Orte, auch die Bevölkerung nicht zu den ärmsten Schichten gehört. Wie mögen die Verhältnisse erst in Industrieorten und unter Proletarierkindern aussehen?
Dahl fand, daß [¿50—60?] Prozent der Idioten von trunksüchtigen Eltern abstammen, Howe berechnete 48,3 Prozent, Bourneville 62 Prozent. Die Insassen der deutschen Irrenanstalten sollen bis zu 60 Prozent Kinder von Trinkern sein.
Bücherschau.
Dr. Karl Schütze, Die Verhütung der Tuberkulose unter den Kindern und die Fürsorge vor dem versicherungspflichtigen Alter. Verlag von Carl Marhold, Halle a. S.
Die Schrift gibt einen 1900 im Verein für öffentliche Gesundheitspflege in Hamburg gehaltenen Vortrag wieder. Ausgehend von der ungewöhnlich großen Zahl der Tuberkulose-Erkrankungsfälle im Kindesalter, weist er nach, daß nicht Vererbung, sondern Ansteckung — durch Eltern und Familienangehörige, Wohnung, Schule, Lehrer und Mitschüler usw. — die Ursache der großen Krankheitshäufigkeit bildet. Daß die Ungunst der sozialen Verhältnisse, wie Unterernährung, Wohnungselend, Kinderarbeit, mangelhafte Kinderpflege, Schmutz usw. die gesundheitlichen Gefahren erhöht und der Ausbreitung der Seuche förderlich ist, findet verständnisvolle Berücksichtigung. Als Abhilfe werden Kräftigung des kindlichen Organismus, Abhärtung, Erziehung, Ausdehnung der staatlichen Versicherungspflicht, Schaffung von Kinder-Tuberkulose-Heilstätten, Brause- und Schulbädern und der Ausbau des Wirkungsgebietes charitativer Frauenvereine empfohlen. Alles gut gemeint, bleibt aber an der Oberfläche haften und läuft — wie immer — auf die Beseitigung der Symptome, anstatt der Ursachen hinaus. Allein die Aufhebung des Brot-, Fleisch- und Bodenwuchers würde Millionen von Kindern und Erwachsenen vor der mörderischen Seuche bewahren.
Für die Redaktion verantwortlich: Otto Rühle, Halle a. S.
Fuente: Das proletarische Kind. Erziehungs-Beilage, diciembre de 1912, suplemento mensual editado por Otto Rühle y publicado con varios diarios socialdemócratas (Görlitzer Volkszeitung, Volkswacht de Breslau, Volksbote de Stettin, Volksblatt de Halle, Märkische Volksstimme de Cottbus, Arbeiter-Zeitung de Essen); transcrito desde el facsímil de la edición de la Arbeiter-Zeitung (Essen), n.º 291, 12 de diciembre de 1912, ULB Bonn / zeit.punkt NRW, con el OCR del portal (muy defectuoso, y sin la p. [4]) solo de apoyo; cifras y tablas comprobadas en la imagen. Piezas sin firma, atribuidas a Rühle como editor (Stecklina 2002, secc. 1.6.2; el pie del suplemento dice «Für die Redaktion verantwortlich: Otto Rühle, Halle a. S.»). Se omite la cita de Ludwig Gurlitt (Erziehungslehre). En la p. [2] y la p. [3] un desgarro del papel cruza unas líneas, legibles con ayuda del OCR; la primera cifra de la noticia sobre Dahl en «Tatsachen» es conjetural. En «Vom Sprechenlernen der Kinder» el impreso repite por error una línea («Gleichwohl handelt es sich noch nicht um wirkliches Sprechen;»), que se indica en un comentario. El suplemento no lleva paginación impresa: S. [n] es la página n del facsímil. El espaciado del original se da en cursiva.