Der Marxismus im Lichte des Marxismus

Erwiderung von Alice Rühle-Gerstel

Genossen, die ihr meinen Artikel in Nr. 5 und die Erwiderungen der Genossen Wagner und Mathes in Nr. 6 der AKTION gelesen habt, vielleicht seid ihr der Meinung, ich hätte jenen durchschlagenden Argumenten nichts mehr zu entgegnen gewußt und nun erst, nach mühsamer Selbstbesinnung, raffte ich mich zur Antwort auf. Franz Pfemfert wird mir bestätigen, daß redaktionelle Pläne anderer Art ihn verhinderten, meine alsbald nach Nr. 6 angebotene Entgegnung früher als heute zu bringen. Da es sich um zwei Ablehnungen ganz verschiedener Art handelt, will ich sie auch getrennt beantworten. Gemeinsam ist ihnen nur eins, leider muß ich es konstatieren, das ist eine Ablehnung meiner Person, um die es sich doch bei der Sache gar nicht dreht. Inzwischen hat, im Zusammenhang mit Fragen der „Einheitsfront“ und des „Proletarischen Zeitgeist“, der und jener Genosse schon das Wort in der AKTION genommen und das alte Gespenst, die Intellektuellenfresserei, ans Tageslicht des gesunden Menschenverstandes gezerrt. So brauche ich nur noch zu wiederholen, was Pfemfert vor einiger Zeit schrieb: „Gut und schön, daß einer nicht mehr gelten soll als ein anderer, bloß weil er mehr im Kopf hat. Aber daß er deshalb weniger gelten soll, das leuchtet mir nicht ein . . .“ Nun zur Sache.

Genosse Wagner setzt mir zunächst eine formale Ungenauigkeit aus; einmal hätte ich geschrieben, die materialistische Geschichtsauffassung bestehe aus zwei Stücken: aus der Feststellung „das Sein der Menschen bestimmt ihr Bewußtsein“ und aus der Dialektik. Kurz nachher aber hätte ich gesagt: „Die materialistische Geschichtsauffassung und die Dialektik wird mit dem kapitalistischen Wirtschaftssystem verschwinden, usw.“ — als ob die Dialektik etwas Extra wäre. Nun, setzt vor die „Dialektik“ einfach „die in ihr enthaltene“ oder „die sie beinhaltende“, dann habt ihr eins jener ungestalten Sprachmonstren, welches ich wegließ, ohne den Sinn zu stören.

Der Genosse Wagner sagt, wenn der Marxismus, d. h. die materialistische Geschichtsauffassung wirklich nur ein Teilstück kapitalistischer Wissenschaft wäre, dann hätte ich recht, sie würde mit dem Kapitalismus verschwinden. So ist sie das aber nicht, sondern, wie sich der Genosse Wagner ausdrückt, sie ist „die Erkenntnis einer Tatsache“. Was das ist, davon sogleich. Ich möchte nur feststellen, daß in meinem Artikel nicht steht, die materialistische Geschichtsauffassung sei ein Teilstück kapitalistischer Wissenschaft, sondern einmal heißt es: „Einmal ist sie ein Teil des ideologischen Überbaus über die kapitalistische Produktionsweise . . . und zum andern der erste Wortführer der Ideologie des Proletariats.“ Und zweitens kommt die Stelle vor: „Die materialistische Geschichtsauffassung und die Dialektik ist erwachsen aus dem kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem und wird mit ihm verschwinden.“ Genossen, dies ist keine Haarspalterei. Wenn man mir unterschiebt, ich hätte gesagt, materialistische Geschichtsauffassung sei ein Teilstück kapitalistischer Wissenschaft, so unterschiebt man mir damit, ob man will oder nicht, eine Entwertung und Herabsetzung des Marxismus, die mir ganz fernliegt.

Nun zur „Erkenntnis der Tatsache“. Jede Wissenschaft, auch die kapitalistischste ebenso wie die primitivste, behauptete und behauptet von sich, Erkenntnis irgendeiner Tatsache zu sein, und von sich aus mit gutem Recht. Das unterscheidet ja die Wissenschaft vom Glauben, daß sie sich auf sogenannte „Tatsachen“ stützen kann. Nur hat es damit eine eigene Bewandtnis: nämlich daß jeder oder sagen wir jede Zeit (und innerhalb einer Zeit wieder jede Klasse) etwas anderes für eine Tatsache hält. So erscheint es dem marxistisch geschulten Proletariat als selbstverständliche Tatsache, daß das Materielle die Grundlage alles Lebens sei, und wie natürlich ist das, da doch das Proletariat täglich zuerst ums nackte Leben ringen muß, eh irgend was „Höheres“ an die Reihe kommt. Und so sieht man denn in Marxens Leistung nichts mehr, als die Entdeckung dieser bis dahin unentdeckten „Tatsache“. Aber eine Tatsache ist es doch eben nur in unsern, der Marxisten Augen! Die bürgerliche Wissenschaft erkennt dies z. B. keineswegs an, trotzdem es doch auf der Hand liegt! Es gehören eben, scheint's doch, besondere Augen dazu — klassenbewußte Augen möchte ich sagen —, um diese „Tatsache“ zu sehen. Und das auch ist natürlich; denn das Sein bestimmt eben auch das Bewußtsein insofern, als man etwas für eine Tatsache hält oder nicht. Ob es eine ist? Das wissen weder wir noch unsre Gegner. Und die Berufung auf Darwin und die Naturwissenschaft macht's nicht besser. Der Darwinismus ist seiner Entstehung (aus der erzkapitalistischen Gesellschaftslehre des Malthus), seinem Inhalt und seiner Auswertung nach die typische bürgerliche Wissenschaft. Die Wissenschaft, die das Recht des Stärkeren, die brutale Macht heilig spricht, die die Verschiedenheit und den Kampf unter den Menschen wissenschaftlich verewigt (wer sich darüber näher unterrichten will, der lese den Artikel des Handarbeiters und Autodidakten Gen. Schaefer, betitelt „Darwinismus und Sozialismus“ in Heft 9 der „Urania“). Die Wissenschaft, daß alles aus dem Kopf der großen Männer stamme, das Zeitalter des Idealismus, der „Gottgesetzlichkeit“ liegt vor der kapitalistischen Ära. Die kapitalistische Ära brachte Materialismus und „Naturgesetzlichkeit“ an die erste Stelle — und die sozialistische Wissenschaft wird, so meinen wir, eine Synthese, Aufhebung der Gegensätze und „Menschgesetzlichkeit“ bringen. Deshalb auch warnte ich vor allzu viel Naturwissenschaft und tue es heute wieder. Nicht um den Proletarier künstlich dumm zu machen, damit er mir nur ja von meinem berühmten „Geist“ nichts wegschnappe — oder wie sich das der Genosse Wagner sonst vorstellt. Genossen, ich habe zu viel erfahren, daß wichtige Energien dem Klassenkampf entzogen werden durch Seidenraupenzucht, Untersuchung von Tiefseespinnen oder geologische Studien, als daß ich nicht immer wieder die überragende Notwendigkeit der Mensch-Studien (das ist Soziologie und Psychologie) in den Vordergrund schieben müßte!

Aber kehren wir zur „Tatsache“ zurück. Solcher Tatsachen zählt nun Gen. Wagner einige auf: „z. B. daß 2×2 4 ist, daß die Erde Kugelgestalt hat . . . und sich in 24 Stunden um die eigene Achse dreht . . .“ — Tatsache. Wie sonderbar, daß vor 2000 Jahren die Scheibengestalt der Erde wissenschaftliche Tatsache war, daß noch vor 500 Jahren man es für Tatsache hielt, daß die Erde im Mittelpunkt der Welt fest stehe? Und zweimal zwei vier? Vielleicht ist der Tag nicht mehr fern, wo wir diese älteste „Tatsache“ der klassengesellschaftlichen Mathematik überholen, wo ein Einstein oder ein andrer herausrechnet, daß 2×2 eigentlich, genau genommen, 4·000011 . . . (oder so was) ist? Wer weiß! Und nichts andres habe ich von der (uns heute natürlich als Tatsache erscheinenden) Beziehung zwischen Materie und Geist gesagt: nichts andres, als daß andre Zeiten, andre Menschen diese Beziehung mit andern Augen ansehen werden.

Ich will mich deutlicher ausdrücken: Was an der materialistischen Geschichtsauffassung materialistisch ist, das läßt sich in die ganze materialistische Wissenschaft des Bürgertums einordnen. Nur die dialek- tische Anwendung ist eine Waffe gegen das Bürgertum und imstande, die bürgerliche Wissenschaft zu untergraben. (Den Seitenhieb, daß ich fürchtete, mein „Geist“ würde dabei zu kurz kommen, nehme sich wer mag; mich hat er nicht getroffen, Gen. Wagner!)

Es wäre nicht nötig, den „Geist“ da mit hineinzumengen, meint Gen. Wagner. Die bürgerliche Naturwissenschaft hat ihn ja gelehrt, daß der Geist bloß „Gehirnfunktion“ und „Gehirnerzeugnis“ sei. Das genügt ihm anscheinend, und die Frage, warum das eine Gehirn so, das andre anders „funktioniert“, warum das Gehirn des Kapitalisten, wiewohl ebenso schwer oder so leicht wie das des Hofkehrers, eine so andre Weltanschauung „erzeugt“, warum aus den Plasmazellen bei mir und bei ihm so verschiedenartige Gedanken herauskommen, ist für ihn gar keine Frage. Hier, Genosse Wagner, würde sich „Marx mit hörbarem Ruck im Grabe umdrehen“, denn er verabscheute es, seinen Materialismus mit dem ihm hohl und oberflächlich erscheinenden naturwissenschaftlichen Materialismus (Grundsatz: „Ohne Phosphor kein Gedanke“ — Marx nannte ihn kurz „Naturalismus“) in einen Topf geworfen zu sehen.

Das, was ich unter „Geist“ verstehe (oft genug ist das übrigens in unsern Schriften gesagt worden), ist kein „mystischer Begriff“, sondern die Einordnung der Gehirnfunktionen in das gesellschaftliche Ganze, in dem sie sich auswirken und ohne das sie sinnlose, tierische Zuckungen bleiben!

Daß der innere Widerspruch nicht zum Wesen der Welt, sondern nur zum Wesen der Klassengesellschaften und innerhalb dieser wieder besonders zum Wesen des bürgerlichen Zeitalters gehöre, habe ich schon selbst hervorgehoben. Deshalb auch eignet sich ja die Marxsche Dialektik so wunderbar zum Verständnis dieses widerspruchsvollen Gesellschaftsgebildes, weil sie aus ihm als „ideologischer Überbau“ erwachsen (nicht von ihm erzeugt!) ist. Und vielleicht hat Genosse Lukács recht, wenn er in seinem tiefen und klaren Buch „Geschichte und Klassenbewußtsein“ meint, daß sich die materialistische Geschichtsauffassung zwar auf alle bisher gewesenen Epochen anwenden lasse, aber daß sie doch recht eigentlich und vorzüglich die für unsre bürgerliche Gegenwart zutreffende Geschichtsbetrachtung sei.

Nun polemisiert aber Genosse Wagner gegen mich, daß ich diesen klassengesellschaftlichen Widerspruch in die sozialistische Zukunft hinein verewigen wolle. Und er will mir deutlich machen, daß im Sozialismus unmöglich neue Widersprüche auftauchen können. Nun zunächst: die endgültige und unabwendbare Beseitigung der Klassengegensätze braucht ja noch nicht die Auflösung aller andern Widersprüche: jung und alt, Mann und Frau usw. zu bedeuten. Wir meinen allerdings, weil wir marxistisch nicht anders meinen können, daß auch diese (nicht nur gesellschaftlichen, sondern auch natürlichen) Widersprüche sehr gemildert werden, wenn die Klassengegensätze fortfallen. In meinem Aufsatz war nur die Möglichkeit angedeutet, daß neue (uns noch unvorstellbare) Widersprüche entstehen können; welche? ob solche zwischen Menschen und Übermenschen, Sterblichen und Unsterblichen, oder was für Phantastereien man sich da noch ausmalen mag, das, Genossen, zu prophezeien, hieße wirklich unsinnige Utopisterei.

Im übrigen habe ich ja selbst geschrieben: „Aber es gibt noch eine andre Auffassung“ (als die, daß im Sozialismus, dem Gesetz der Dialektik zufolge, ein neuer Widerspruch entstehen müsse) „und die ist vielleicht noch konsequenter marxistisch: die materialistische Geschichtsauffassung . . . wird mit dem kapitalistischen System ihre Gültigkeit verlieren“, d. h. andre Gesetze des gesellschaftlichen Lebens werden sich den dann danach Forschenden offenbaren, und wir werden den Nachfahren mit unsrer „Tatsache“ der geschichtsmaterialistischen und dialektischen Entwicklung vielleicht ebenso rückständig erscheinen, wie uns die Leute, die die Erde für eine feststehende Scheibe und den Menschen für ein Geschöpf des lieben Gottes hielten . . .

Jetzt besteht nur noch ein unerörterter Punkt, Genosse Wagner, und das ist die von dir etwas unklar ausgedrückte und deshalb vielleicht anders gemeinte Stelle, daß nicht das proletarische Klassenbewußtsein die so und solche Auslegung des Marxismus hervorgerufen habe, sondern . . .? Ja, sondern. Wahrscheinlich die verflixten Intellektuellen. Damit wären wir wieder bei der „großen Männer-Theorie“ angelangt, anstatt meine geschichtsmaterialistische Auffassung anzunehmen, nach der jede, vor allem jede geistige Erscheinung (und das ist doch die Auslegung einer Theorie!) auf ihre allgemeinsten, gesellschaftlichen Untergründe zurückzuführen sei.

Daß viele, viel zu viele Proleten noch kein Klassenbewußtsein haben, versteht sich, und dagegen arbeiten wir mit Agitation und Erziehung — woran nun wieder der „Proletarische Zeitgeist“ Anstoß nimmt, der wahrscheinlich meint, das Klassenbewußtsein komme von selbst wie der Schnurrbart — aber daß bei dem revolutionären Vortrupp das durch die Lassallesche und andre Agitation erweckte Klassenbewußtsein die Theorie befruchtet, ausgedeutet und umgedeutet hat, ist dadurch nicht widerlegt. Oder glaubst du, Bernstein hätte als Einzelner (d. h. als „großer Mann“) seinen Revisionismus machen können, wenn nicht breite Schichten des Proletariats ihn angehört, ihn ermuntert, gestützt, geduldet hätten? Für sie waren die Erkenntnisse Bernsteins wahrscheinlich auch „Erkenntnisse von Tatsachen“, so wie für euch bis vor 8 oder 10 Jahren die segensreiche Notwendigkeit der Partei eine Tatsache war — seither überholt.

So, wie auch (marxistisch gedacht) alles, was wir heut denken, einmal überholt sein wird . . . Dieses „man hat erkannt“, man „weiß“ — nur ein klein bißchen fester ist's als das religiöse Dogma, aber ach, wie fragwürdig ist auch das angesichts der vorbeirollenden Jahrhunderte!

Ich wünschte sehr, Genossen, ihr würdet den letzten Aufruf Wagners beherzigen, den er nicht, wie er meint, im Gegensatz zu mir, sondern ganz mit mir, ausspricht: „Mehr tiefgründiges Wissen im Interesse der sozialen Revolution!“ Und, das füge ich hinzu: Ein wenig mehr Vertrauen zu den anständigen Beweggründen einer Gesinnungsgenossin, die durch nichts Anstoß erregt hat, als daß sie ein bißchen mehr von diesem empfohlenen „tiefgründigen Wissen“ erworben hat — nicht auf Universitäten, sondern trotz und gegen diese bürgerlichen Verkleisterungsanstalten erworben hat, und die es nach besten Kräften in den Dienst der sozialen Revolution zu stellen bemüht ist!

Der Brief des Gen. Mathes klingt in einem anderen und mir, trotzdem er mich ebenso oder gar mehr zerpflückt, weit erfreulicheren Ton. Kurz gesagt will er dies: „Warum sollen wir uns über die Zukunft den Kopf zerbrechen, wenn uns doch die Gegenwart schon genug zu tun gibt?“ Seine Ablehnung ehre ich als die eines anständigen Kämpfers, der sich in seinem Mut und seiner gefühlsmäßigen Hingabe nicht durch Grübeleien irre machen lassen will. Und weil es vielen so gegangen sein mag, bereue ich fast, den Artikel gedruckt zu haben. Daß ich ihn schrieb, mag ein taktischer Fehlschlag gewesen sein. Wie ich ihn schrieb, kann ich ihn nur logisch und marxistisch finden. Und da er nun mal heraus ist und die Diskussion um ihn geht, möchte ich dir, ehrlich geschätzter Genosse Mathes, nur zu bedenken geben: Ist es wirklich nur „müßige Denkspielerei“, wenn wir uns bemühen, die Autoritätsgläubigkeit auch in puncto Marx und Marxismus zu überwinden? Wenn wir versuchen, dialektisch denken zu lernen? D. h., wenn wir die starre autoritäre Art parteimäßigen Denkens nicht nur in Fragen der Organisation und Taktik, sondern auch in Fragen der revolutionären Theorie abzulegen versuchen? Denn alles das, was man so glatt und blind als „marxistisch“ hinnimmt, ist doch eigentlich nur die alte sozialdemokratische, „vulgär-marxistische“ Auslegung von Marx. In Marx selber, wenn man sich die Mühe nimmt, die Stellen zusammenzuklauben, steht ja schon die Widerlegung des ganzen zukünftigen sozialdemokratischen Dogmatismus und Absolutismus drin!

Also eine „philosophische Plauderei“ ist mein Artikel nicht gewesen — sonst wäre ja schließlich alles, was sich nicht mit Tagesfragen beschäftigt (also fast alle Werke von Marx und Engels) auch nur eine philosophische Plauderei.

Wenn du sagst: „Wir können es uns noch nicht leisten, diese Dinge zu denken, das lähmt unsre Kampfkraft —“, dann, leider muß ich das sagen, tust du nichts andres auf geistigem, wie die Gewerkschaften auf wirtschaftlichem Gebiet, die da sagen: „Möglich, daß ihr Recht habt, aber ohne die Gewerkschaftsunterstützung können wir nicht bestehen . . .“

Mein Artikel wollte — sonst stünde er nicht in der AKTION, sonst hätte unser Franz Pfemfert ihn gar nicht abgedruckt — nichts weiter, als den Abbruch der Autorität auch auf theoretischem Gebiete, als die geistige Konsequenz dessen sein, was wir Antiautoritäre auf politischem und wirtschaftlichem Kampfplatz seit Jahren vollzogen haben!

Nachwort: An den „Proletarischen Zeitgeist“.

Ihr habt meinen Artikel nicht abgedruckt, wohl aber die Erwiderungen, und zwar alle Stellen, die mich ins schiefe Licht stellen, gehörig in Fettdruck. Nun hab ich ja nicht viel Hoffnung, daß ihr euren Lesern meine heutige Erwiderung vorsetzen werdet. Anständig würde ich's finden und auch in eurem Interesse. Denn ob AAUE oder Anarchisten — man weiß nicht mehr genau, was ihr seid —, kein echter Revolutionär beschäftigt sich damit, persönlichen Mißstimmungen und Gehässigkeiten öffentlich Ausdruck zu geben. Daß man Persönliches und Sachliches auseinanderzuhalten lerne, ist auch eine Aufgabe der sozialen Revolution und dazu hilft mit — die Erziehungsspielerei!


Fuente: transcripción a partir del volumen 15 (1925) de Die Aktion digitalizado en archive.org (die-aktion-15.1925), n.º 9, finales de septiembre de 1925, col. 497-501 (págs. 275-277 del PDF), cotejada con las imágenes de página; el OCR del Internet Archive solo sirvió de apoyo. La col. 502 contiene otro texto («Das Schicksal der todkranken Revolutionärin Irena Kachowskaja»). Las cursivas reproducen el espaciado del original. Se corrigen las erratas «Gesellschaftsiehre», «naturwissenschaftlichken», «aer» (der) y la coma que falta tras «leisten». Réplica a las respuestas de Wagner y Mathes (n.º 6 de Die Aktion, no reproducidas) al artículo «Der Marxismus im Lichte des Marxismus» (n.º 5, 20 de mayo de 1925), que está en este mismo archivo. Los comentarios Sp. n del código marcan las columnas impresas.