Gesellschaft für innere Medizin und Kinderheilkunde in Wien.

Sitzung vom 30. November 1911.

Frau M. Hilferding führt vier Frauen vor, bei welchen sie Schwangerschaftsbeschwerden mit Herzmitteln erfolgreich behandelt hat. Vortr. hat seit 3 Jahren 82 Fälle von Schwangerschaftsbeschwerden der Behandlung unterzogen, von diesen konnten 54 längere Zeit beobachtet werden. In 46 Fällen erfolgte vollständige Heilung, in 4 Besserung, in 3 Fällen traten die Beschwerden neuerlich auf, wurden aber durch dieselbe Therapie wieder beseitigt, 1 Fall blieb ungeheilt. Die Schwangerschaftsbeschwerden bestanden in Schwindel, Kopfschmerz, Erbrechen, Brechreiz. Von der Voraussetzung ausgehend, daß diese Beschwerden auf Zirkulationsstörungen zurückzuführen sind, hat Vortr. den Frauen Tinct. Strophanti (3mal 5—9 Tropfen täglich), Fol. Digitalis in Pillen oder Infus. fol. Digitalis (0,5—1 g : 200 g, täglich 5 Eßlöffel) verordnet. Auf diese Medikation verschwanden die Beschwerden binnen 1—9 Tagen und kehrten nicht mehr wieder. Mißerfolge wurden nur in 4 Fällen beobachtet, in 1 war Tinct. Strophanti wirkungslos, in den übrigen war die Schwangerschaft fraglich.


Fuente: Medizinische Klinik 7 (1911), Nr. 50, 10.12.1911, S. 1952 (sección de informes de sesiones), según el facsímil de ANNO, Österreichische Nationalbibliothek (http://data.onb.ac.at/ANNOP/mkp19110004); transcrito desde la imagen de página, con el OCR de la ÖNB como apoyo. Es un resumen redactado por la revista, no un texto de la autora; hay otros resúmenes de la misma sesión en la Internationale klinische Rundschau 26 (1912), S. 24, y en la Allgemeine Wiener medizinische Zeitung del 30.1.1912, S. 4 (no cotejados). La versión completa de la ponencia es «Zur Behandlung der Schwangerschaftsbeschwerden» (Wiener Medizinische Wochenschrift, 1912). Las cursivas reproducen el espaciado del original.