Sitzung vom 29. November 1913.

Dr. Furtmüller: Denkpsychologie und Individualpsychologie. (Erscheint in dieser Zeitschrift.)

In der Diskussion bemerkte Dr. Adler, das psychologische Experiment werde erst dadurch möglich, daß der Untersuchte auf ein Ziel eingestellt sei. Jede seelische Erscheinung könne nur dann verstanden werden, wenn man sie teleologisch auffasse. Die Einzelerscheinung aber sei vieldeutig; erst die Bestätigung der Einzelerscheinungen lasse auf die Leitlinie schließen.

Kaus: Wir seien gewohnt, auf Situationen und nicht auf Worte zu reagieren. Daher versetze das Experiment den Betreffenden in eine ganz ungewohnte Situation.

Dr. Furtmüller (Schlußwort): Die Individualpsychologie könne wertvolle Aufschlüsse vom Experiment erhalten. — Sobald die determinierende Tendenz im Mittelpunkt stehe, sei es allerdings unzweckmäßig, mit lebensfremden Inhalten zu arbeiten, wie es die Experimentalpsychologie tue.


Fuente: transcripción a partir de la Zeitschrift für Individualpsychologie. Studien aus dem Gebiete der Psychotherapie, Psychologie und Pädagogik 1 (1914), sección «Sitzungsberichte des Vereins für Individualpsychologie», H. 1 (abril de 1914), S. 29 (Internet Archive; fichero local 1914/1914-04_Zeitschrift-Individualpsychologie_Bd1-H1_Problem-der-Distanz__archive.pdf, pág. 31 del PDF). OCR de Internet Archive corregido sobre las imágenes. No es un texto redactado por Adler sino un acta sin firma (en estilo indirecto) de la redacción, cuyo responsable era Carl Furtmüller. Las demás actas de la misma serie con intervenciones de Adler (29-XI, 13-XII y 27-XII-1913; 10-I, 24-I, 31-I, 7-II, 14-II, 7-III, 14-III, 21-III, 28-III, 4-IV y 18-IV-1914) forman entradas aparte. Las cursivas reproducen el espaciado del original. Los comentarios S. n marcan el comienzo de cada página impresa.