Sitzung vom 14. März 1914.
Kleine Mitteilungen: a) Dr. Bloch: Aus Roseggers „Waldheimat“. b) Dr. Furtmüller: Referat über C. G. Jungs Vortrag auf dem Kongreß in München: „Beitrag zum Studium der psychologischen Typen“.
Hr. Tagliapietra: „Beiträge zur Psychologie der Musik“.
Der Vortragende ging von der physio-psychologischen Wirkung einfachster Tonverbindungen aus und zeigte, daß manche von ihnen als männlich, andere als weiblich empfunden werden. Aus dieser immanenten Symbolik der musikalischen Sprache, die in der psychischen Wirkung gewisser Farbenkombinationen ihre Analogie finde, sei die affektive Wirkung der Musik zu verstehen, wobei sich deutliche Beziehungen zur individualpsychologischen Auffassung des Geschlechtsproblems (männlich-weiblich, oben-unten) ergaben.
In der Diskussion weist Dr. Adler darauf hin, daß die vom Vortragenden durchgeführte Analogisierung zwar sicher berechtigt sei, doch handle es sich dabei um primitive Anschauungsformen, die nicht für die Musik charakteristisch seien.
Dr. Wexberg: Daß man das Schema „Männlich-Weiblich“ in der Musik finden könne, sei nicht zu bezweifeln; doch nur, wenn man es darin suche. A priori sei diese Symbolik nicht gegeben, werde auch durchaus nicht allgemein empfunden.
Hr. Glassner: Das Wesen der Musik sei Rhythmus und Störung des Rhythmus. Ebenso könne auch das Leben philosophisch definiert werden.
Fuente: transcripción a partir de la Zeitschrift für Individualpsychologie. Studien aus dem Gebiete der Psychotherapie, Psychologie und Pädagogik 1 (1914), sección «Sitzungsberichte des Vereins für Individualpsychologie», H. 4/5 (julio de 1914), S. 142-143 (Internet Archive; fichero local 1914/1914-07_Zeitschrift-Individualpsychologie_Bd1-H4-5_Sitzungsberichte__archive.pdf, págs. 48-49 del PDF). OCR de Internet Archive corregido sobre las imágenes. No es un texto redactado por Adler sino un acta sin firma (en estilo indirecto) de la redacción, cuyo responsable era Carl Furtmüller. Correcciones del OCR sobre la imagen: «C. G. Jungs», «Kongreß in München». Se respeta la grafía «Glassner» (en la sesión del 7 de marzo, «Glaßner»). Las demás actas de la misma serie con intervenciones de Adler (29-XI, 13-XII y 27-XII-1913; 10-I, 24-I, 31-I, 7-II, 14-II, 7-III, 14-III, 21-III, 28-III, 4-IV y 18-IV-1914) forman entradas aparte. Las cursivas reproducen el espaciado del original. Los comentarios S. n marcan el comienzo de cada página impresa.