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Title: Spiel und Arbeit. Heft 6: Wasserräder. Von Eugen Honold
Description: Leipziger Volkszeitung, 12. Jg., Nr. 150, 3. Juli 1905, Feuilleton-Beilage, Rubrik «Literarisches». Besprechung von Eugen Honold, «Wasserräder zum Antrieb beweglicher Figuren und kleiner Apparate» (Spiel und Arbeit, Heft 6; Ravensburg, Otto Maier). Gezeichnet: O. R.
Author: Otto Rühle
URL: https://adler.school/archivo/ruhle/original/1905-07-03%20Spiel%20und%20Arbeit.%20Heft%206%20-%20Wasserr%C3%A4der
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# Literarisches.

*Spiel und Arbeit.* Heft 6: *Wasserräder* zum Antrieb beweglicher Figuren und kleiner Apparate. Von Eugen Honold. Ravensberg, Verlag von Otto Maier. Preis 80 Pfg.

Dem Kinde ist das Spiel, was dem Erwachsenen die Arbeit ist. Wie diese den Menschen bildet und erzieht, ihm — gemessen an andern Erziehungsmitteln — zur größtmöglichen Menge von Anschauungen und Vorstellungen verhilft, so schließt im frühen Kindesalter das Spiel den Sinnen am vollkommensten das Wesen der Dinge auf. Mit zunehmender geistiger und körperlicher Reife des Kindes muß sich auch der Charakter des Spiels entwickeln; dieses wird sich um so anregender, zweckmäßiger und für die Erziehungszwecke ergiebiger gestalten, je mehr es zur Arbeit überleitet, je mehr die leichte, tändelnde Tätigkeit des Spielens zur ernsteren, für Hand und Hirn schwierigeren Tätigkeit des planvollen, zweckbewußten Schaffens sich entfaltet. Pädagogisch am wertvollsten sind deshalb die sog. Arbeitsspiele, bei denen das Kind mit Werkzeugen aller Art sein Spielzeug selbst verfertigt. Etwa die Spielbeschäftigung, wie sie im Kindergarten vorbereitet, im Knabenhandarbeitsunterricht weiter kultiviert wird. Für diejenigen Kinder, die nicht in der Lage sind, derartige Kurse zu besuchen, hat der oben genannte Verlag unter dem Titel: Spiel und Arbeit eine Sammlung von Leitfäden zur Selbstherstellung von Spielwerk herausgegeben. Man kann da konstruieren: eine Segeljacht, eine Burg, eine Camera obscura, ein Schattentheater, ein Streoskop, einen Elektromotor; das Vorliegende bietet eine leicht faßliche, durch viele Illustrationen und fünf Modellbogen unterstützte Anleitung zum Bau der bei Knaben so beliebten Wasserräder. Wir können uns denken, daß es einem geweckten Jungen großes Vergnügen bereiten muß, sich an der Hand dieses Heftchens ein Wasserrad, das sich leicht als Antrieb zur Bewegung von Figuren und kleinen Apparaten benutzen läßt, zu konstruieren. Besser wird es noch sein, wenn ein Erwachsener das Heftchen vorher studiert und dann den Knaben persönlich, ohne Hilfe des Buches, auf Grund der gegebenen Handreichungen anleitet. An pädagogischem Werte gewinnen würde das Heftchen noch, wenn die notwendigen Konstruktionen durch geometrische Vorübungen und Darstellungen im Sinne der entwickelnden Methode vorbereitet würden.

O. R.

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*Fuente:* reseña en la rúbrica «Literarisches» de la *Leipziger Volkszeitung*, 12. Jg., Nr. 150, Montag, 3. Juli 1905, Feuilleton-Beilage (sin paginar), firmada «O. R.»; es la segunda de las dos reseñas de Rühle en ese número, a continuación de la de Paul Natorp (OR1905-23), bajo el mismo encabezado de rúbrica. Transcripción hecha desde la imagen del número digitalizado por la SLUB Dresden (digital.slub-dresden.de/id394414608-19050703, imagen 11), en Fraktur, leída con recortes ampliados; no se usó OCR. Se conservan las erratas del impreso «Ravensberg» (por Ravensburg, sede de la editorial Otto Maier) y «Streoskop» (por Stereoskop). Las cursivas reproducen el espaciado (o la negrita) del original.
