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Title: Der Antisemitismus als Mittel der deutschen Politik
Description: Der sozialistische Kampf / La lutte socialiste (Paris), Nr. 20, 7. Oktober 1939, S. 456-458. Gezeichnet «Karl Schratt»
Author: Carl Furtmüller («Karl Schratt»)
URL: https://adler.school/archivo/furtmuller/original/1939-10-07%20Der%20Antisemitismus%20als%20Mittel%20der%20deutschen%20Politik
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KARL SCHRATT:

# Der Antisemitismus als Mittel der deutschen Politik

Der Antisemitismus ist mit dem Nationalsozialismus eng verbunden. Dennoch war der Antisemitismus für die Nazi niemals Ziel und eigentlicher Inhalt ihrer Politik, sondern mit vollem Bewusstsein ein blosses Mittel der Politik und der Propaganda. Demgemäss hat seine Verwendung in den verschiedenen Phasen der Bewegung wesentliche Aenderungen erfahren; seine Rolle hat nie an Bedeutung verloren, aber es ist ausserordentlich lehrreich, die Wandlungen seiner Funktion zu verfolgen.

Dass für die Nazi der Antisemitismus ein politisches Mittel und nicht der eigentliche Inhalt des politischen Kampfes war, ist schon bei den ersten Vorstössen der Partei deutlich erkennbar. Man rief zum Sturm gegen die „Judenrepublik“, nicht weil die Weimarer Republik wirklich von Juden gegründet oder beherrscht worden wäre, sondern weil man so gegen die aus ganz andern Gründen verhasste Republik unklare Leidenschaften mobilisieren konnte. Man ergänzte die Losung „Deutschland erwache!“ durch „Juda verrecke!“, weil damals ein unmittelbarer Kampfruf gegen ausländische Mächte mehr einschüchternd als anfeuernd gewirkt hätte, während man so an einem jederzeit erreichbaren „inneren Feind“ seinen Kampfgeist erproben und sein Machtgefühl steigern konnte.

In dieser völlig bewussten Ausnützung des Antisemitismus als politisches Mittel hat es der Nationalsozialismus auch verstanden, aus einem Umstand, der für die antisemitischen Bewegungen des 19. Jahrhunderts immer eine Schwierigkeit gebildet hatte, gerade den grössten propagandistischen Vorteil zu ziehen. Dass das moderne Judentum nicht mehr wie das mittelalterliche eine ethnographisch und soziologisch deutlich erfassbare Einheit darstellt, dass es nicht nur arme und reiche, sondern assimilierte und nicht assimilierte, dass es neben den jüdisch-gläubigen auch christliche und ungläubige, neben äusserlich auffallend gekennzeichneten auch völlig „arisch“ aussehende Juden gibt, das hatte es mit sich gebracht, dass der moderne Antisemitismus praktisch doch immer nur gewisse soziale Schichten des Judentums in den Blickpunkt des Angriffs stellte, den grossen Bankier, den Börseaner, den Konfektionär, den Zwischenhändler oder — wie im zaristischen Russland — gerade das jüdische Proletariat und Kleinbürgertum unter Schonung der jüdischen Grossbourgeoisie. Damit hatte jede antisemitische Bewegung individuell und gruppenmässig ihre Ausnahmejuden und büsste damit zwangsläufig an elementarer Angriffskraft ein. Der Nationalsozialismus hat mit dieser bescheidenen Beachtung der sozialen Gegebenheiten entschlossen gebrochen und richtete seinen Angriff gegen den Juden als solchen ohne Rücksicht auf seine individuelle Funktion in der Gesellschaft oder auf seine persönlichen Eigenschaften. Angesichts der so mannigfaltigen sozialen Schichtung des modernen Judentums gibt es natürlich kaum einen gesellschaftlichen Uebelstand, für den nicht auch Juden verantwortlich wären, und so konnte man den einander widersprechendsten Klagen und Anklagen immer mit der gleichen Antwort: „Die Juden sind schuld“ begegnen. Indem man so eine Einheitsformel zur Lösung sämtlicher Probleme zur Verfügung stellte, verhinderte man auch den bescheidensten Ansatz zu einer noch so primitiven Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse und erzielte jene völlige Lähmung des politischen Denkens, die breite Schichten der nationalsozialistischen Propaganda wehrlos auslieferte.

Mit der Machtergreifung des Nationalsozialismus erhielt der Antisemitismus dann eine neue politische Funktion. Gleich in den ersten Tagen des „Umbruchs“ erwies sich, dass die verschiedenen Methoden der staatlichen, parteilichen und spontanen Judenverfolgung ein vorzügliches Mittel bildeten, um möglichst augenfällig und geräuschvoll den Gegensatz des Jetzt zum Früher zu demonstrieren. Dann aber kamen die Sorgen um die Durchführung des Parteiprogramms, die zu schweren Krisen innerhalb der Partei führten. Nicht nur mit dem „schaffenden“, sondern auch mit dem „raffenden“ Kapital wurde Frieden geschlossen, der nationale Sozialismus wandelte sich zu einer Aufforderung zum Almosengeben für die Winterhilfe. Dafür bleibt man in der Judenfrage nicht nur konsequent, man zieht die Schraube immer fester und fester an und gelangt zu Zuständen, die über alles vor der Machtergreifung Geforderte weit hinausgehen. Und man sorgt dafür, dass das in Formen vor sich geht, die die Aufmerksamkeit der ganzen Welt erregen. So soll der Eindruck unerschütterlicher Konsequenz und unaufhaltsamen Vorwärtsdrängens entstehen und darüber hinwegtäuschen, dass die Grundpositionen des sozialen Teiles des Parteiprogramms preisgegeben wurden.

Natürlich war auch die Zahl der Nazi-Parteigenossen nicht gering, für die nach der Machtergreifung der Antisemitismus wirklich „Inhalt“ ihrer Politik wurde. Es sind das jene Zehntausende, die in die von den Juden geräumten Stellungen in Gesellschaft, Kunst, Literatur und öffentlichem Leben einrückten und vor allem die Nutzniesser der wirtschaftlichen „Arisierung“ in ihren verschiedenen Formen, vom einfachen Auslagenausräumen bis zur faktisch ent-

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schädigungslosen Uebernahme jüdischer Betriebe. In Wien, wo infolge des grösseren Prozentsatzes der jüdischen Bevölkerung und wegen der schnelleren Entwicklung diese Art des Antisemitismus besonders blühte, hat sie innerhalb der Nazi-Partei zu scharfen Gegensätzen geführt. Nach lärmenden Scheingefechten sind die „weissen“ Juden Sieger geblieben. Mit welcher Wendigkeit aber der Nationalsozialismus seine Kunstmittel in neuen Situationen neuen Zwecken dienstbar zu machen versteht, zeigt die Behandlung der Judenfrage in der unterworfenen Tschechoslowakei, wo die Arisierung der Wirtschaft keineswegs die Ueberführung jüdischer Betriebe und Vermögenswerte in die Hände arischer Tschechen bedeutet, sondern eines der hervorragendsten Werkzeuge der Germanisierung ist.

Allerdings schien die konsequente praktische Durchführung des Antisemitismus an einen Punkt zu führen, wo er sich selbst aufheben musste. Aus allen Positionen des wirtschaftlichen, geistigen und gesellschaftlichen Lebens vertrieben, können die Juden schliesslich weder gefährlich noch schädlich sein. Die Auswanderung hat ihre Zahl erheblich vermindert, die Zuhausegebliebenen ziehen sich verschüchtert zurück, nicht einmal ihr Anblick vermag mehr aufzuregen. Dabei war die Rückwirkung auf das Ausland — der Reflex der Greuelnachrichten in der internationalen öffentlichen Meinung, die Störung mancher alten wirtschaftlichen Verbindung — dem Dritten Reich in den Jahren, da es noch zu keiner offenen aggressiven Aussenpolitik übergegangen war, keineswegs erwünscht. Und so tauchten in jener Zeit immer wieder Gerüchte auf, die von einer beabsichtigten Abschwächung des antisemitischen Kurses wissen wollten.

Aber dies dauerte nicht lange. In dem Augenblick, da der Nationalsozialismus in der äusseren Politik zum Angriff übergeht, entdeckt er, dass der Antisemitismus ein ausgezeichneter Exportartikel ist. Die erzwungene Auswanderung Hunderttausender von deutschen Juden erzeugt in den Ländern, die diese Emigranten aufnehmen sollen, spontane Abwehrreaktionen. Solange die deutsche Juden noch Reste ihres Vermögens mitnehmen können, werden sie als unbequeme geschäftliche Konkurrenz empfunden. Die völlig mittellosen Einwanderer belasten den Arbeitsmarkt, wirken als Lohndrücker oder sind lästige Almosenempfänger. Die Not zwingt manchen, sich den Zugang, den man ihm nicht freiwillig gewährt, unter Umgehung der geltenden Gesetze zu erschleichen. Das bringt in den betroffenen Ländern antisemitische Strömungen zum Aufflackern, die nicht nur aus dem Herüberströmen der deutschen Agitation zusätzliche Kraft schöpfen, sondern bald systematisch von der deutschen Propaganda gefördert und gesteigert werden. Nicht nur den Arabern Palästinas, auch den Aerzten Englands und den Landarbeitern Kanadas und Australiens wurde ihre angebliche Bedrohung durch die jüdische Emigration von der deutschen Propaganda immer wieder vor Augen geführt. Und während die deutschen Behörden die illegale Einwanderung der Juden in andere Länder auf Schleichwegen und auf deutschen Transportschiffen grosszügig organisieren, brandmarkt das Deutsche Nachrichtenbüro in den höchsten Tönen die jüdische Frechheit, die sich mit gefälschten Dokumenten den Einlass in andere Länder zu erschleichen suche. Und ganz im Gegensatz zu dem angeblichen Interesse Deutschlands, das ja die schleunigste Auswanderung seiner Juden zu wünschen vorgibt, wird jede neue Nachricht von einer Erschwerung für die deutschen Juden in irgendeinem Teile der Welt von der deutschen Presse triumphierend und ermutigend registriert. Zwangsläufig sucht jede in irgendeinem Lande auftauchende antisemitische Bewegung, wenn nicht materiell, so doch ideologisch Stütze an dem grossen deutschen Bruder. So wird in Nationen, in gesellschaftliche Schichten, in Parteien ein Moment der Verwirrung hineingetragen und die Widerstandskraft gegen die deutsche Propaganda gelähmt: das ist die wichtige aussenpolitische Funktion der Judenhetze. Der Antisemitismus ist dazu bestimmt, den Infektionskeim des Nationalsozialismus in aller Welt zu verbreiten. Er wird zu einem wesentlichen Element der deutschen Aussenpolitik.

Dabei zeigen sich auch bei denen, die der Infektion des Antisemitismus nicht direkt erlegen sind, Lähmungserscheinungen. Der Kampf gegen Hitlers Herrschaftsdrang und Hitlers weltgefährdende Barbarei wird als Versuch dargestellt, „die Juden zu schützen“ — denen man alles Recht auf Mitleid zuerkennt, deren Interesse aber unmöglich die Politik anderer Länder und ihrer Parteien bestimmen könne. Ist gar ein hitlerfeindlicher Politiker zufällig jüdischer Abstammung, so wird sein Antinazismus als begreifliche Sympathie mit seinen deutschen Rassegenossen interpretiert. Und schliesslich kann die Verzerrung der politischen Perspektive so weit gehen, dass man sogar die Möglichkeit des Faschismus im eigenen Lande als eine Gefahr betrachtet, die in erster Linie doch nur die Juden bedrohe. So erweist sich diese Fernwirkung des deutschen Antisemitismus als das vielleicht hervorragendste Mittel zur Herbeiführung jener inneren Zersetzung gegnerischer Staaten, die nach Hitler die wichtigste Vorbedingung für ihre machtpolitische Unterwerfung ist.

Sofort aber findet diese Internationalisierung des Judenproblems wieder ihre innerpolitische Verwertung. Hatte früher etwa das Thema der „Weisen von Zion“ dazu gedient, die Gefährlichkeit des „inneren Feindes“ phantastisch erhöht darzustellen, so ermöglicht jetzt der Hinweis auf die Tätigkeit des „Weltjudentums“ die Fortsetzung der antisemitischen Politik auch nach der Erledigung der Juden im Inland. Wo immer in der Welt die deutsche Politik Widerstand erregt, ist das „Weltjudentum“ die treibende Kraft: dies entspricht dem Hitler'schen Propagandaprinzip, der Masse an Stelle vieler Feinde nur einen einzigen zu zeigen. Bei jeder Verschärfung der internationalen Lage — und nunmehr bei jeder Verschlechterung der deutschen Kriegslage — kann der Nationalsozialismus auf diese Weise die Schuld von der eigenen Politik abwälzen und dem „Weltjudentum“ zuschieben. Kritischer Einspruch kann in Deutschland gegen diese Argumentation noch weniger laut werden als in irgendeiner anderen Sache. Denn das hiesse ja die Verteidigung der Juden übernehmen; und „wer für Juden eintritt, ist schlechter als ein Jude.“

So legt der deutsche Antisemitismus dem deutschen Arier Fesseln an. Und damit sind wir bei der letzten und teuflischesten Verwertung angelangt, die der Nationalsozialismus für den Antisemitismus gefunden hat, eine Verwertung, die ihm unentbehrlich geworden ist und derentwegen er auf den Antisemitismus nie verzichten könnte. Dadurch, dass eine Gruppe der Bevölkerung aller Menschenrechte beraubt wird,

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nicht nur der Menschenrechte der französischen Revolution, sondern der elementarsten Voraussetzungen gesitteten Daseins, dass eine Bevölkerungsgruppe dauernd einem schrankenlosen Terror unterworfen wird, dadurch, dass man gegen diese Gruppe körperliche Beschädigung, Plünderung, Brandlegung nicht nur duldet, sondern von Staatswegen inszeniert — dadurch wird weit über die unmittelbar Betroffenen hinaus eine Atmosphäre des Schreckens erzeugt und in jedem Augenblick der Gedanke wachgehalten, dass das herrschende System auch das geringste seiner Exekutivorgane mit einer solchen Fülle verantwortungsloser Gewalt ausstattet, dass jeder einzelne Bürger auf jeden beliebigen Eingriff in seine Privatsphäre gefasst sein muss. Erst auf diesem psychologischen Hintergrunde wurde es möglich, den „Volksgenossen“ nicht nur auch den letzten Rest der politischen Menschenrechte zu nehmen, sondern sie der Zwangsarbeit zu unterwerfen, der Freizügigkeit und des Gefühls der persönlichen Sicherheit zu berauben. Hat Marx einmal vom Kapitalismus gesagt, er habe die Christen zu Juden gemacht, so hat in einem anderen Sinn der Nationalsozialismus, nachdem er damit begonnen hatte, die Juden zu rechtlosen Parias zu machen, damit geendet, die Arier zu Juden zu machen.

Welchen Gebrauch wird nun der Nazismus in seiner neuen und letzten Phase, in dem von ihm entfesselten Krieg, der sein Ende herbeiführen muss, von dem Mittel des Antisemitismus machen? Es liegt nahe, dass er die deutschen Frauen über den Hunger ihrer Kinder damit trösten wird, dass er ihnen daneben die ins Furchtbarste gesteigerte Hungersnot der jüdischen Kinder zeigt, dass er bei jeder Verschlechterung der äusseren und inneren Lage versuchen wird, in der Veranstaltung von Judenhetzen eine Gelegenheit zur Entladung der drohend angesammelten Affekte zu schaffen. Es ist ebenso möglich — und bei der besonderen Art des Zynismus, der den Nazi eigen ist, schliesst das eine das andere nicht aus —, dass man im gegebenen Momente die Juden daran erinnert, dass sie als deutsche Staatsangehörige, wie es in den Nürnberger Gesetzen so schön heisst, „dem Schutzverband des Deutschen Reiches angehören und ihm dafür besonders verpflichtet sind“ und dass man daher von ihnen wirksame Teilnahme an der Landesverteidigung erwartet. Es ist schliesslich auch denkbar, dass der Nazismus, der seine Gegner und seine Kritiker so oft durch völlig unerwartete Wendungen zu überraschen gewusst hat, auch in dieser Frage noch eine verblüffende Wendung in Bereitschaft hat.

All unser Denken muss aber jetzt selbstverständlich Vorbereitungsarbeit sein für den Augenblick der Liquidierung der Hitlerherrschaft. Wir können sicher sein, dass auch nach ihrem Sturz die Reaktion, in welchem Gewande immer sie auftreten mag, versuchen wird, das Judenproblem, das der Nationalsozialismus so wirksam und mannigfaltig zu verwenden wusste, auch weiterhin demagogisch auszunützen. Alle Massnahmen unsererseits werden auch unter dem Gesichtspunkt geprüft werden müssen, dass sie dieses Spiel möglichst unterbinden.

Eine besondere Bedeutung wird die Erkenntnis, wie sich der Nazismus des Antisemitismus als eines politischen Mittels bedient für die gegenwärtige internationale Diskussion haben. Wenn jetzt Uebereinstimmung darin herrscht, dass mit dem Hitlersystem ein Ende gemacht werden müsse, so ist dabei zunächst natürlich an die aussenpolitische Aggressivität des Regimes gedacht. Wie unzertrennlich diese mit der innerpolitischen Aggressivität verbunden ist, kann freilich niemand verborgen bleiben. Aber das Missverständnis wäre möglich, das Wesen dieser innerpolitischen Aggressivität im Antisemitismus verkörpert zu sehen. Demgegenüber gilt es in der öffentlichen Meinung der ganzen Welt die Erkenntnis durchzusetzen, dass die Brutalität des Antisemitismus zwar ein furchtbares Symptom der Gewalttätigkeit des Natonalsozialismus ist, dass sein eigentlicher Sinn und sein Wesen aber in der gewaltsamen Niederhaltung der breiten Massen des eigenen Volkes, vor allem der Arbeiterschaft besteht. Von einer Liquidierung des „Hitlerismus“ wird man daher erst sprechen können, bis die deutsche und österreichische Arbeiterklasse ihre volle uneingeschränkte Freiheit wiedererobert hat!

<!-- Se omiten el final del artículo anterior (S. 456) y el llamamiento sin firma «Ein Aufruf» de la Auslandsvertretung der österreichischen Freien Gewerkschaften que sigue en la S. 458. -->

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*Fuente:* transcripción a partir del facsímil de *Der sozialistische Kampf / La lutte socialiste* (París, editado por la Auslandsvertretung der österreichischen Sozialisten), n.º 20, 7 de octubre de 1939, págs. 456-458, en ANNO, Österreichische Nationalbibliothek (dsk, 1939), hecha desde la imagen con el OCR de la ÖNB como apoyo. Firmado «Karl Schratt», seudónimo de Carl Furtmüller en el exilio de París (atribución según la bibliografía de psyalpha, Zaufarek 2010). Se respeta la ortografía del impreso (ss por ß) y sus erratas («die deutsche Juden», «Natonalsozialismus»). Los comentarios `S. n` marcan el comienzo de cada página impresa.
