---
Title: [Eröffnungsansprache und Referat über die Lage der Privatlehrer]
Description: Hauptversammlung der Freien Gewerkschaft der privaten Lehrkräfte, Wien, 27.6.1927. Bericht in: Arbeiter-Zeitung (Wien), Nr. 176, 28.6.1927, S. 8 («Die Lage der Privatlehrer und -lehrerinnen»), in indirekter und direkter Rede (Auszug).
Author: Aline Furtmüller
URL: https://adler.school/archivo/furtmuller-aline/original/1927-06-27%20%5BEr%C3%B6ffnungsansprache%20und%20Referat%20%C3%BCber%20die%20Lage%20der%20Privatlehrer%5D
---


<!-- Extracto de una crónica de prensa: no es un texto de Aline Furtmüller, sino el resumen periodístico de su discurso de apertura (en estilo indirecto) y de su ponencia (en estilo directo resumido) en la asamblea general del Sindicato Libre de Docentes Privados (Freie Gewerkschaft der privaten Lehrkräfte), que presidía, celebrada en Viena el lunes 27 de junio de 1927. Se transcriben el comienzo de la crónica, los dos pasajes sobre ella y la frase final; se omiten los informes y las intervenciones de otros (*[…]*). -->

<!-- S. 8 -->

# Die Lage der Privatlehrer und -lehrerinnen.

Die Freie Gewerkschaft der privaten Lehrkräfte hielt gestern im Saale des Zentralvereines der kaufmännischen Angestellten im ersten Bezirk ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Vorsitzende Genossin Dr. *Furtmüller* sagte in ihrer Eröffnungsansprache, es müsse mit aller Kraft dahingewirkt werden, daß der Antrag des Abgeordneten Glöckel wegen eines Gesetzes zur Regelung der Verhältnisse der Privatlehrer im Nationalrat endlich zum Beschluß erhoben werde.

*[…]*

Hierauf hielt Frau Dr. *Furtmüller* ein ausführliches Referat, in dem sie sagte: Die Privatlehrer und -lehrerinnen stehen als *die wirtschaftlich Schwächsten* ganz schutzlos dem Arbeitgeber gegenüber, ja die Steuerbehörden betrachten diese Lehrkräfte sogar als Unternehmer und schreiben ihnen eine *Erwerb- und Warenumsatzsteuer* vor. (Entrüstungsrufe.) Bisher waren wir bei der Allgemeinen Arbeiterkrankenkasse versichert, wo wir sehr gut behandelt wurden. Diese wurde aber in eine Gebietskrankenkasse umgewandelt und wir sollen in die Angestelltenkasse, die Einigkeit, kommen, die uns aber nicht aufnimmt, solange unsere rechtliche Lage nicht geklärt ist. Es muß daher einmal festgestellt werden, was wir sind. Bei unseren kargen Einkünften können wir nicht die Beiträge als Unternehmer und als Angestellte leisten und noch dazu die Erwerb- und Warenumsatzsteuer entrichten. Es muß daher das Privatlehrergesetz geschaffen werden.

*[…]*

Mit der Aufforderung zu reger Arbeit schloß die Vorsitzende Dr. Furtmüller die Tagung.

---

*Fuente:* transcripción a partir del facsímil de la *Arbeiter-Zeitung* (Viena), n.º 176, 28.6.1927, pág. 8, crónica «Die Lage der Privatlehrer und -lehrerinnen», en ANNO, Österreichische Nationalbibliothek (aid=aze), en Fraktur; se partió del OCR de la ÖNB y se corrigió sobre la imagen. Es un extracto: resumen periodístico, no texto de Aline Furtmüller. Los espaciados se dan en cursiva.
