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Title: [Rede in der Budgetdebatte zur Wohlfahrtspflege]
Description: Wiener Gemeinderat, Budgetdebatte, Sitzung vom 21.12.1922 (Verwaltungsgruppe Wohlfahrtspflege und Gesundheitswesen). Berichte in: Arbeiter-Zeitung (Wien), Nr. 344, 22.12.1922, S. 7 («Die Aufbauarbeit der Gemeinde»), und Wiener Zeitung, Nr. 288, 22.12.1922, S. 8 (Auszüge).
Author: Aline Furtmüller
URL: https://adler.school/archivo/furtmuller-aline/original/1922-12-21%20%5BRede%20in%20der%20Budgetdebatte%20zur%20Wohlfahrtspflege%5D
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<!-- Extracto de dos crónicas de prensa: no es un texto de Aline Furtmüller, sino el resumen periodístico de su intervención en el debate presupuestario del Concejo Municipal de Viena del 21 de diciembre de 1922, en el capítulo de asistencia social y sanidad (ponente: el concejal ejecutivo Julius Tandler). La Arbeiter-Zeitung la da en estilo directo, resumida; la Wiener Zeitung, en dos líneas de estilo indirecto. Se transcriben la intervención previa de Anna Strobl, a la que replica, y el pasaje sobre ella; se omite lo demás (*[…]*). -->

# [I. Arbeiter-Zeitung]

<!-- S. 7 -->

*[…]*

## Die Debatte.

*Strobl* (chr.-soz.) wünscht noch mehr Subventionen für die klerikalen Anstalten.

## Die Aufbauarbeit der Gemeinde.

Aline *Furtmüller* (Soz.): Ich glaube, daß es wenig Gebiete gibt, auf die die Mehrheit so stolz sein kann wie auf das der Wohlfahrtspflege, wenige Gebiete, auf denen derart wirklich aufbauende Arbeit geleistet wird. Da hat die Gemeinde Wien Aufbau vor Genf und Aufbau ohne Genf geleistet. Es ist uns vorgeworfen worden, daß wir bei der Jugendfürsorge einige kleine Vereinigungen übergehen, die über ganz andere Geldmittel verfügen könnten, wenn sie es verstünden, *die ihnen nahestehenden* Kreise, etwa *die reichen Schätze der Kirche*, zu mobilisieren. Als ob es noch die Zeit wäre, wo jeder, der überhaupt von der Gemeinde etwas haben wollte, als demütiger Bittsteller bei den diversen Wohltätigkeitsveranstaltungen Küss’ die Hand sagen oder sich fromm an den Klosterpforten anstellen mußte. Wer wissen will, was die Gemeinde heute für jeden ohne Unterschied leistet, der möge doch einmal in die Sprechstunde des amtsführenden Stadtrates kommen, wo jeder ohne Empfehlung — also anders als früher — Rat und Hilfe findet. (Beifall bei den Sozialdemokraten.)

*[…]*

# [II. Wiener Zeitung]

<!-- S. 8 -->

## Wiener Gemeinderat.

(Schluß des Berichtes über die Sitzung vom 21. Dezember.) *[…]*

Gemeinderätin Anna *Strobl* wendet sich gegen den Grundsatz der Majorität, nur solche Vereine zu subventionieren, die auf sogenanntem neutralen Boden stehen. *[…]*

Gemeinderätin Dr. Aline *Furtmüller* sagt, daß in der Wohlfahrtspflege wirklich aufbauende Arbeit geleistete wurde, und begründet dies mit Ziffern über alle Gebiete der Fürsorge.

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*Fuente:* transcripción a partir de los facsímiles de la *Arbeiter-Zeitung* (Viena), n.º 344, 22.12.1922, pág. 7, crónica de la sesión del Concejo Municipal con el epígrafe «Die Aufbauarbeit der Gemeinde» (en Fraktur), y de la *Wiener Zeitung*, n.º 288, 22.12.1922, pág. 8, crónica «Wiener Gemeinderat», en ANNO, Österreichische Nationalbibliothek; se partió del OCR de la ÖNB y se corrigió sobre las imágenes. Es un extracto: resumen periodístico, no texto de Aline Furtmüller; según la *Wiener Zeitung*, apoyó su intervención con cifras de todos los ramos de la asistencia, que la *Arbeiter-Zeitung* no recoge. Se conserva «geleistete wurde» de la *Wiener Zeitung*. Los espaciados se dan en cursiva. Según el inventario, también la *Reichspost* del 22.12.1922, pág. 6, informa de la sesión (no consultada).
