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Title: Engelen: „Suggestionsfaktoren bei der Freudschen Psychoanalyse“ [Referat]
Description: Zeitschrift für Individualpsychologie 1 (1914), 3. Heft (Juni 1914), Referate, S. 92-93. Gezeichnet: A.
Author: Alfred Adler
URL: https://adler.school/archivo/adler/original/1914-06%20Engelen%2C%20Suggestionsfaktoren%20bei%20der%20Freudschen%20Psychoanalyse
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<!-- Zeitschrift für Individualpsychologie, I. Band, 3. Heft (Juni 1914), Rubrik «Referate». -->

<!-- S. 92 -->

## *Engelen*, „*Suggestionsfaktoren bei der Freudschen Psychoanalyse*“. (Deutsche med. Wochenschrift 1914, Nr. 19.)

Hebt in scharfsinniger Weise die schablonisierende Betrachtungsweise der „Freud-Sekte“ hervor, ihre krampfhaften Bemühungen, zur Aufdeckung sexueller „verdrängter“ Faktoren zu gelangen, und ihre „Gegenseitigkeitsversicherung auf Beifall“ (Hoche). Gelegentliche Erfolge sieht er in der übertrieben suggestiven Wirkung des Verfahrens begründet. — Der Autor gibt den Vorzug dem „Zureden“ und andern glimpflich suggestiven Mitteln, wie auch gewissen Medikamenten, die von allen Ärzten gleichmäßig gehandhabt werden können. Ein kurzer Hinweis auf einen ihm bekannt gewordenen Fall aus psychoanalytischer Behandlung zeigt nicht nur, wie der Autor hervorhebt, die Unfähigkeit der Psychoanalyse, sondern vor allem die Gefahr des „Vorbeisehens“. Der Psychoanalytiker entdeckte bei einer Patientin, schwarze Farbe <!-- S. 93 --> verursache ihr psychische Verstimmung und bezog diese Idiosynkrasie auf die Haarfarbe des Gatten. Wir können, ohne den Fall zu kennen, ruhig vermuten, er werde im zweiten Akt irgendwie den Vater hinter diesem Gram entdecken, und daß die Patientin sich von letzterem nicht losschrauben könne. Engelen, der die offenbar ungeheilte Patientin später zur Behandlung übernahm, „redete ihr zu“, der Gatte könne sich doch die Haare nicht grün oder blau färben lassen. Daß in diesem Fall eine Disharmonie zwischen den Eheleuten vorgelegen sein könnte, bei der die Patientin, um unverantwortlich zu sein (auch noch um den Arzt schuldig werden zu lassen), eine Krankheitslegitimation und eine Idiosynkrasie *vorschob* (regelmäßiger Fall!), kommt nicht zur Diskussion.

Die kleine Arbeit ist ein trefflicher Ausdruck für diejenige Richtung in der Neurologie, die über eine Behandlung der Symptome kaum hinauszudenken wagt.

A.

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*Fuente:* reseña firmada «A.» en la sección «Referate» de la *Zeitschrift für Individualpsychologie*, I. Band, 3. Heft, junio de 1914, págs. 92-93 (fichero local `1914/1914-06_Zeitschrift-Individualpsychologie_Bd1-H3_Nervoese-Schlaflosigkeit__archive.pdf`, págs. 30-31 del PDF; ejemplar digitalizado publicado en Internet Archive). OCR de archive.org corregido sobre las imágenes de las páginas. En la misma sección, las demás reseñas van firmadas con nombre completo (Max Cresta, Wexberg) o como «Selbstanzeige»; la firma «A.» en la revista que dirigía Adler y el vocabulario (*unverantwortlich*, *Krankheitslegitimation*, «el médico hecho culpable») sustentan la atribución, como en las demás reseñas firmadas «A.» de 1914 ([AA1914-10](https://adler.school/archivo/adler/original/1914-05%20Referate%20%28Petersburger%20Tr%C3%A4ume%3B%20E.%20v.%20Koehler%3B%20Semi%20Meyer%29), [AA1914-17](https://adler.school/archivo/adler/original/1914-05%20Theophil%20Becker%2C%20Zur%20Diagnose%20paranoischer%20Zust%C3%A4nde)). El artículo reseñado es de Engelen (probablemente el neurólogo de Düsseldorf Paul Engelen; la reseña no da el nombre de pila), *Deutsche medizinische Wochenschrift* 40 (1914), n.º 19; la frase «Gegenseitigkeitsversicherung auf Beifall» se atribuye a Alfred Hoche, presumiblemente a su ataque «Eine psychische Epidemie unter Ärzten» (1910). Las cursivas reproducen el espaciado del original. Los comentarios `S. n` marcan el comienzo de cada página impresa.
