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Title: Wie kann die Berufsberatung vervollkommnet werden?
Description: Arbeiter-Zeitung (Wien), Nr. 342, 15. Dezember 1923, S. 8. Bericht ohne Verfasserangabe über die Sitzung des Beirats des Berufsberatungsamtes der Stadt Wien und der Arbeiterkammer im Sitzungssaal des Stadtschulrates, Wien, 11. Dezember 1923, mit Adlers Diskussionsbeitrag zur psychotechnischen Eignungsprüfung.
Author: Periodista sin firma
URL: https://adler.school/archivo/adler/cronicas/original/1923-12-15%20Wie%20kann%20die%20Berufsberatung%20vervollkommnet%20werden
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<!-- S. 8 -->

# Wie kann die Berufsberatung vervollkommnet werden?

Im Sitzungssaal des Stadtschulrates hielt am Dienstag unter dem Vorsitz des amtsführenden Stadtrates *Weber* der *Beirat des Berufsberatungsamtes der Stadt Wien und der Arbeiterkammer*, der aus medizinischen, technischen und pädagogischen Fachleuten besteht, eine Sitzung ab. Der Beirat hat den Zweck, Anregungen zu geben, wie die neueren wissenschaftlichen Forschungsergebnisse für die praktische Berufsberatungsarbeit verwendet werden können. Nun ist es allerdings für das unter der Leitung des Genossen *Drögsler* stehende Amt überaus schwer, alle verfeinerten Methoden der Berufsberatung anzuwenden, da im Laufe dieses Jahres *nahezu zwanzigtausend Fälle* behandelt werden mußten. Das Amt muß aber von Zeit zu Zeit die wissenschaftlichen Fachleute zu Worte kommen lassen, um nicht die Fühlung mit den Fortschritten der Forschung zu verlieren. Die Diskussion, die den Fragen der psychotechnischen Eignungsprüfung und der Beschaffung wissenschaftlicher Unterlagen für die ärztliche Berufsberatung gewidmet war und an der sich der österreichische Zentralgewerbeinspektor Hofrat *Hauk*, Ministerialrat *Fadrus* vom Stadtschulrat, Nervenarzt Dr. Alfred *Adler*, Primarius Dr. *Schulhof*, Dr. *Boksch* vom Psychologischen Institut des Stadtschulrates und der Berufsberatungsarzt Dr. Karl *Kautsky* beteiligten, förderte denn auch das Ergebnis zutage, daß die Tätigkeit des Amtes, das schon jetzt schwierigere Fälle vom Psychologischen Institut, von verschiedenen Universitätskliniken, von der Poliklinik überprüfen läßt, auf die Verwertung aller wissenschaftlichen Behelfe keineswegs wird verzichten können. Besonders bemerkenswert war die von Dr. *Adler* hervorgehobene, auch durch die vielfachen Erfahrungen im Deutschen Reiche bekräftigte Feststellung, daß die psychotechnische Methode bei der Berufsberatung sowohl den Arbeitern als auch den Unternehmern große Vorteile biete, da häufig Zeit und Kosten mehrmonatiger Ausbildung ungeeigneter Arbeitskräfte erspart werden. Der Beirat sprach sich schließlich dafür aus, daß die ärztlichen Fachorganisationen für die Frage der Berufsberatung interessiert werden, daß eine Nachuntersuchung bei den Lehrlingen in den Fortbildungsschulen angestrebt werde und daß insbesondere eine intensive Instruktion der Schulärzte über die Fragen der Berufsberatung von weitgehendem Nutzen wäre.

<!-- Sigue en la misma columna, tras tres asteriscos, otra noticia («Psychotechnik und Berufsberatung», conferencia de Konstanze Glaser-Ermers en la Zentralstelle für weibliche Berufsberatung), que no trata de Adler y no se transcribe. -->

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*Fuente:* *Arbeiter-Zeitung* (Viena), n.º 342, sábado 15 de diciembre de 1923, p. 8; noticia sin firma. Transcripción hecha sobre la imagen de la página (ANNO / Österreichische Nationalbibliothek), cotejada con el OCR de la ÖNB y con un OCR propio de Fraktur. Ortografía original; los nombres y las palabras espaciadas se dan en cursiva. Es la crónica de una sesión de trabajo, no de una conferencia; la intervención de Adler se resume en una frase. La sesión del martes fue el 11 de diciembre de 1923.
